Sprechtag: Entsendung ausländischer Fachkräfte nach Frankreich und Luxemburg

2. Juli 2019


Die wirtschaftlichen Beziehungen der Länder der Großregion untereinander sind traditionell sehr eng. Deutsche Unternehmen bieten grenzüberschreitende Dienstleistungen sowie Arbeiten im Bau- und Baunebengewerbe nicht mehr nur in ihrer Region an, sondern kooperieren mit Auftraggebern in Frankreich und Luxemburg.
Das birgt aber auch einige Herausforderungen, da sie diversen administrativen Auflagen und den groben arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften des Ziellandes unterworfen sind, insbesondere den Vorschriften bei der Entsendung von Mitarbeitern in die jeweiligen Länder. Was sind meldepflichtige Einsätze? Wie mache ich eine Entsendemitteilung? Welche arbeitsrechtliche Vorschriften und andere Besonderheiten habe ich noch zu beachten.

Zu den französischen Entsendeauflagen zählen die Meldung der entsandten Arbeitnehmer im Online- Verfahren (SIPSI-Meldung), die Bereitstellung diverser Unterlagen sowie die Bestellung eines Vertreters in Frankreich, der als Ansprechpartner für die französischen Kontrollbehörden fungiert. Kontrollen finden in Frankreich regelmäßig statt. Bei Zuwiderhandlungen drohen Geldstrafen und Bußgelder zwischen 1.000 EUR und 500.000 EUR sowie die Einstellung der Baustelle oder Montage.

Im Vorfeld eines Einsatzes in Luxemburg müssen die entsandten Mitarbeiter im online-Verfahren der Inspection du Travail et des Mines (ITM/ Arbeitsinspektion) gemeldet werden. Im Nachgang zu jedem Einsatz ist für die entsandten Mitarbeiter eine Lohnmeldung inkl. Stundennachweise abzugeben. Bei Nichteinhaltung der administrativen Auflagen und/oder der groben arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften drohen pro Mitarbeiter Bußgelder zwischen 1.000 und 5.000 EUR. Bei schweren Regelverstößen kann es zur Schließung der Baustelle kommen

Am Mittwoch, 2. Juli 2019, ab 8.30 Uhr, bietet das Enterprise Europe Network beim saaris e.V. in Zusammenarbeit mit dem EIC Trier einen Sprechtag zum Thema „Entsendung ausländischer Fachkräfte nach Frankreich und Luxemburg“ an. In halbstündigen Einzelgesprächen können Sie mit unserer Expertin Ihre Fragen besprechen.

Bei Interesse am Sprechtag melden Sie sich bitte per E-Mail an unter vera.strasburger@saaris.de. Wir werden Ihre Anfrage möglichst nach Ihren Wünschen terminieren.


Ansprechpartner

Carine Messerschmidt

Enterprise Europe Network - Internationalisierung

Tel.: 0681 9520-452

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: carine.messerschmidt@saaris.de

Veranstalter
Ort

IHK Saarland

Saalbau im 1. Stock, Konferenzraum

Franz-Josef-Röder-Straße 9

66119 Saarbrücken