Die Besserwisser - Vorbild Estland: So geht digital

18. April 2016


Sie nerven uns alle: Besserwisser. Stets bereit, andere zu belehren und ihre tatsächlich oder vermeintlich vorhandenen Fachkenntnisse an den Mann oder die Frau zu bringen, vorzugsweise ungefragt. Besserwisserei im sprichwörtlichen Sinne ist zu Recht negativ besetzt. Wenn es aber jemand im Wortsinne besser weiß und uns an seinen Gedanken und Erfahrungen teilhaben lässt? Bietet ein solcher Denkanstoß nicht die Chance, dazu zu lernen, sich auseinander zu setzen und Neues denken?

Wir finden schon! Und laden alle Interessenten ein, im Rahmen unserer neuen Reihe "DIE BESSERWISSER" mit uns und unseren Gästen in einen Diskurs einzusteigen.

 

Und das geht so:

Im Mittelpunkt steht immer ein großes Thema unserer Zeit, das andere Länder anders angehen als wir. Wir brechen dann einen kleinen Wettstreit vom Zaun, in dem zwei "Besserwisser" gegeneinander antreten: "Besserwisser 1" vertritt den Lösungsansatz aus dem Ausland, "Besserwisser 2" tritt an zur Gegenrede. Anschließend sind alle Anwesenden aufgerufen, ihre Gedanken mit der Runde zu teilen. Auch die Politik wird Stellung beziehen: Staatssekretär Jürgen Barke wirft seinen Hut in den Ring. Ein Moderator passt auf, dass alle zum Zug kommen. Ein "Jäger und Sammler" sammelt Einzelbeiträge, sortiert sie und erstellt ein Meinungsbild, das am Ende der Veranstaltung kurz vorgestellt wird.

Los geht es mit der ersten Veranstaltung am 18. April 2016 zum Thema:

 

Vorbild Estland: So geht digital

Im EU-Digitalisierungsvergleich steht Deutschland nur auf Platz 10, bei den öffentlichen Dienstleistungen sogar nur auf Platz 19. In Estland hingegen ist der digitale Staat Alltag: Steuererklärungen machen, Parktickets ziehen, Rezepte vom Arzt bekommen, Verträge unterschreiben und wählen, all das ist elektronisch möglich. Ein Unternehmen zu registrieren kostet nur 15 Minuten, über das weltweit einzigartige Konstrukt der "e-residency" holt Estland virtuell Unternehmen ins Land. Wen wundert es da noch, dass u.a. Skype eine estnische Erfindung ist?

Unter der Moderation von Wolfgang Wirtz-Nentwig, Programmgruppenleiter Wirtschaft, Soziales und Umwelt Fernsehen beim Saarländischen Rundfunk, diskutieren:

 

  • Dr. Florian Hartleb, Publizist, Politikberater und Digitalisierungsexperte, ist "e-resident" und vom estnischen Way of Life überzeugt. Er plädiert für größtmögliche Offenheit bei der Nutzung digitaler Lösungen. Digitalisierung kann seiner Meinung nach den Alltag ungemein vereinfachen.
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  • Ulla Coester, Journalistin und Beraterin mit dem Schwerpunkt Digitale Ethik & Digitale Transformation, hält dagegen:"Digitalisierung erfordert Kompetenz. Wir müssen einen neuen Konsens aushandeln zwischen einem zu extensiven Einsatz von Technologie und absoluter Technologieverweigerung."
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Wir bitten um Anmeldung bis 8. April mit dem Anmeldeformular.

 

Teilnahmegebühr: kostenfrei


Ansprechpartner

Nicole Boissier

Internationalisierung

Tel.: 0681 9520-480

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: nicole.boissier@saaris.de

Veranstalter
Ort

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit,

Energie und Verkehr

Franz-Josef-Röder-Straße 17

66119 Saarbrücken