Zwei Sonderforschungsbereiche der Saar-Uni erneut gefördert

4. Juni 2018


Ein Linguistik-Großprojekt zum Thema „Informationsdichte“ wird erneut mit rund elf Millionen Euro gefördert. Im Rahmen des Transregio-Sonderforschungsbereichs, der Pharmakologen und Physiologen mehrerer Universitäten vereint, werden zum wiederholten Mal rund 3,6 Millionen Euro an die Saar-Uni fließen. Universitätspräsident Manfred Schmitt sieht hierin eine erneute Bestätigung und Würdigung der exzellenten Forschungsleistungen aller beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

 

Im Sonderforschungsbereich „Information Density and Linguistic Encoding“ analysieren Saarbrücker Computerlinguisten und Sprachwissenschaftler um Elke Teich, Professorin für Englische Sprach- und Übersetzungswissenschaft, die unterschiedliche Informationsdichte von sprachlichen Äußerungen. Das große Forschungsvorhaben wird über weitere vier Jahre mit rund elf Millionen Euro gefördert. Davon sollen rund 30 Doktoranden und Nachwuchsforscher finanziert werden.

 

Die Homburger Pharmakologen, Anatomen und Physiologen um Professor Veit Flockerzi sind am Transregio-Sonderforschungsbereich 152 „Steuerung der Körperhomöostase durch TRP-Kanal-Module“ beteiligt. An diesem von der Universität des Saarlandes und der Ludwig-Maximilians-Universität München beantragten Sonderforschungsbereich wirken außerdem Wissenschaftler der TU München sowie der Universitäten Freiburg, Heidelberg und Leipzig mit. An die Universität des Saarlandes werden dadurch rund 3,6 Millionen Euro fließen, um unter anderem elf Personalstellen mit hochqualifiziertem Anforderungsprofil für die nächsten vier Jahre zu finanzieren.

 

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen die so genannten „TRP (Transient receptor potential)-Kanäle“, eine große Proteinfamilie mit zentraler Rolle als vielseitige zelluläre Sensoren und Effektoren. Neben ihrer wesentlichen Funktion bei sensorischen Prozessen ist ihre Rolle bei der Regulation und Erhaltung der Körperfunktionen in den Fokus gerückt, da sich die meisten TRP-Kanal-Veränderungen auf Entwicklung, Stoffwechsel und andere homöostatische Körperfunktionen auswirken. Das Forschungsprogramm zielt auf ein detailliertes mechanistisches Verständnis, wie die verschiedenen TRP-Kanäle bei einem sehr ähnlichen Aufbau unterschiedlichste physiologische Funktionen ausüben. Damit wird die Grundlage für die Entwicklung neuer Pharmaka gelegt, die gezielt diese Funktionen beeinflussen, sowie für neue Therapieoptionen für eine Vielzahl von Krankheiten verschiedener Organsysteme.

 

Weitere Informationen auf www.uni-saarland.de/nc/aktuelles/artikel/nr/19105.html.