Welcome Center Neunkirchen: Syrische Familie erfolgreich integriert

26. Juni 2017


Moneer Benshe lebt seit fast zwei Jahren in Deutschland und hat geschafft, wovon alle Migranten träumen. Er hat einen Ausbildungsplatz, seine Familie ist nachgezogen und ebenfalls auf dem Weg, sich erfolgreich zu integrieren. Ein Jahr lang wurde der Kriegsflüchtling vom Welcome Center Neunkirchen, das von saaris aufgebaut wurde, intensiv betreut.

 

In der Schiffweiler Flüchtlingssprechstunde lernte die Leiterin des Welcome Centers Neunkirchen, Christina Strauss, den Syrer Moneer Benshe im Juli letzten Jahres kennen. „Er hatte gerade seine Integrationskurse beendet und wartete sehnsüchtig auf seinen ersten Arbeitstag in der neuen Heimat“, erzählt die Mitarbeiterin von saaris. Ein tragischer Fall wie so viele aus den Kriegsländern. Der Syrer leitete eine orthopädische Schuhfabrik in Latakia als der Krieg begann und er seine komplette Belegschaft verlor. In Deutschland möchte er nun weitermachen, auf einer sicheren Grundlage und mit seiner Familie.

 

Das Welcome Center in Neunkirchen unterstützte ihn von Anfang an: „Auf strategische Überlegungen, wie er sein Ziel erreichen könnte, folgte die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche, die Betreuung bei Behördengängen sowie die Planungen, wie seine Frau und die zwei Kinder nachgeholt werden könnten“, so Strauss. Die Zielstrebigkeit von Moneer Benshe sei beeindruckend gewesen und auch der unbedingte Wille, alles richtig zu machen. Angst und Überforderung kamen auf angesichts behördlicher Anforderungen und der Herausforderungen, die wesentlich komplexer als die in der alten Heimat erschienen. „Das Welcome Center hat mir sehr geholfen. Ich habe nicht aufgegeben“, berichtet der Flüchtling während des Gesprächs mit unserer Redaktion und strahlt über das ganze Gesicht. Das kann er auch, denn er hat es letztendlich geschafft! Mit Hilfe einer sehr engmaschigen Betreuung.

 

Selbstständigkeit oder komplett neue Ausbildung? Die Entscheidung fiel auf eine weitere Lehrzeit. Die Ausbildungen in Syrien sind mit den hiesigen kaum zu vergleichen. Das duale System, wie es für uns selbstverständlich ist, gibt es dort nicht. Nach nur zwei Bewerbungsgesprächen erhielt der Syrer einen Ausbildungsplatz im Saarland und arbeitet derzeit dort. Auch der Betrieb fordert von Christina Strauss einiges an Begleitung: „Im Einzelfall ist also viel Arbeit notwendig, die sich aber wirklich lohnt.“

 

Moneer Benshe hat verstanden, dass er nur durch eine intensive Betreuung zum Erfolg kommt. Jetzt ist auch seine Familie im Saarland und lebt sich gut ein. Die Kinder besuchen Kindergarten und Grundschule, seine Ehefrau absolviert die Deutschkurse. Sollten sich, falls der Krieg weiter geht, Freunde von ihm auf den Weg machen, hat er einen Rat für Sie: „Es lohnt sich, gleich Hilfe zu suchen. Neben den Deutschkursen lernt man dadurch den deutschen Arbeitsmarkt kennen. Und nach dem Integrationskurs helfen die Berater bei der Arbeitssuche.“ Fazit des Welcome Centers Neunkirchen: „Integration gelingt nur dann, wenn alle Seiten es wollen. Migranten und Unternehmen.“

 

 

Bild:
Moneer Benshe


Ansprechpartner

Christina Strauss

Integrationsmanagement/Marketing

Tel.: 0160 - 97 474 269

E-Mail: welcome.center.neunkirchen@gmail.com

 

Projektbüro:
Rathaus Neunkirchen
Oberer Markt 16
66538 Neunkirchen

 

 

Förderer