Webinar-Reihe: Finanzielle Unterstützung für innovative Unternehmen Teil 2 Zusammenfassung

Das Thema Innovationsförderung ist gerade in Umbruchzeiten für viele Unternehmen interessant. Es gibt dazu viele Programme und Möglichkeiten von Land, Bund und EU. Eine Förderberatung gibt Orientierung und führt durch den Dschungel von Anforderungen. saaris unterstützt im zweiten Teil der Webinar-Reihe mit Basiswissen über Förderungen und der Vorstellung dreier Programme.

 

23. April 2021


Alexandra Bender von der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes zeigte in der saaris-Veranstaltung auf, wie sich vor allem KMU mit innovativen Ideen bis zu deren Umsetzung mit finanzieller Unterstützung des Staates auf den Markteinstritt vorbereiten können. „Bei der Innovationsförderung des Bundes sind immer Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam angesprochen“, so die Referentin aus Berlin. Dabei seien alle Branchen angesprochen, denn es gehe um zahlreiche Themenfelder und Fachgebiete.


Unterstützung hauptsächlich für industrielle Forschung und die experimentelle Entwicklung


Förderprogramme werden regelmäßig ausgeschrieben. Wer eine Förderung für sein Forschungsprojekt beantragen möchte, muss erst einmal in den Förderbekanntmachungen recherchieren oder eine Förderberatung wie saaris kontaktieren und herausfinden, ob seine Idee zu den Themen gehört, die zu diesem Zeitpunkt auch gefördert werden. Vom Bund unterstützt wird hauptsächlich die industrielle Forschung und die experimentelle Entwicklung, sozusagen die Vorbereitungsarbeiten dafür, dass eine Idee aus der Grundlagenforschung auch marktreif gemacht werden kann. Die Förderperioden dauern meist zwei bis vier Jahre, die Förderquote liegt meistens bei 50%. „Ein Eigenanteil muss also auf jeden Fall über Eigenkapital, einen Kredit oder eine Bürgschaft finanziert werde“, erklärt Andrea Bender.


Wettbewerb: Die besten Innovationen werden gefördert


Was sind weitere Anforderungen? Es muss um eine wirkliche Innovation gehen, mit der auch ein technisch-wissenschaftliches Risiko einhergeht. Dieses Risiko wird durch die Fördermittel abgefedert. Ganz wichtig auch: Es geht um eine Bestenauslese: „In dem zweistufigen Verfahren, wie es auch beim Programm KMU-innovativ angewandt wird, erstellen die Antragsteller in einem ersten Schritt eine Skizze, die dann, wenn sie von einem Projektträger als gut befunden wird, in einen ausführlichen Projektantrag überführt wird“. Dieser muss die fachlichen Mitarbeiter auf den ersten Blick von der Innovation und ihrer Relevanz überzeugen und ist deshalb sehr wichtig.


Unterstützung bei der Antragsstellung durch saaris



Eine Innovationsförderung zu beantragen ist aufwändig, aber es kann sich lohnen, wenn alle Hürden erfolgreich genommen werden. Unterstützt werden saarländische KMU dafür bei kostenfreien und passgenaue Förderberatungen in Berlin und bei den saaris-Mitarbeitern im Saarland. Eine gemeinsam abzuarbeitende Checkliste zeigt schon zu Beginn, ob ein Projekt gute Chancen hat oder ob Änderungen notwendig sind.


Für KMU und Forschungseinrichtungen ausgelegte Förderprogramme


Die Expertin aus Berlin stellte im Anschluss noch kurz drei Bundesförderprogramme vor, die vor allem für KMU interessant sind: „Fundamente können mit go-inno gelegt werden. Mit Beratungsscheinen können Betriebe externe Beratungsleistungen von autorisierten Beratungsunternehmen einkaufen. Sie unterstützen bei der Partnersuche und bewerten die innovativen Ideen. Ihre Aufgaben sind die Vorbereitung und Durchführung der Verfahren. Realisiert werden die Ideen dann unter anderem mit dem Förderprogramm KMU-innovativ. Dabei steht die herausragende Rolle der KMU im Vordergrund. Auch Start-ups können sich bewerben, müssen aber eine ausreichende Ressourcenausstattung bei Forschungspersonal und Finanzen vorhalten. Beim Förderprogramm WIPANO geht es um die drei Förderschwerpunkte Schutzrechtanmeldung, Normierung und Patentierung.  Es kann von KMU und Forschungseinrichtungen auch in Kombination mit anderen Projektförderungen beantragt werden, bzw. in Kombination mit Projekten, die nicht gefördert werden. Einzige Bedingung: Es muss von Anfang an angemeldet werden, denn eine Doppelfinanzierung ist nicht möglich.


Ansprechpartner


Dr. Anita Lorenzen

Innovations- und Technologietransfer

Tel.: 0681 9520-451

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: anita.lorenzen@saaris.de

 

 

 

 

 

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