Trends bei „Einkauf & Beschaffung“ – Netzwerken bringt Vorteile für alle

12. Dezember 2016


Einkauf ist ein wichtiger Teil zahlreicher Unternehmensfunktionen mit operativer und gleichzeitig strategischer Bedeutung. Ziel des saar.is-Arbeitskreises „Einkauf und Beschaffung“ ist es, mit Fachvorträgen, Diskussionen und offenem Erfahrungsaustausch Lösungen zu finden. Der Arbeitskreis steht allen Branchen offen und soll zur Bildung eines „Einkäufer-Netzwerkes” beitragen.

 

„Der digitale Strukturwandel der Industrie wird ohne den Einkauf nicht erfolgreich sein,“ so das Fraunhofer-Institut IML. Ähnlich wie beim digitalen Strukturwandel gilt es im Bereich Einkauf, der zahlreiche Aufgaben zu bewältigen hat, zukünftig große Herausforderungen zu meistern: „Stete Optimierung und Verschlankung der Prozesse, Suche nach zuverlässigen Partnern, nationaler oder internationaler Einkauf unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtslage sowie gravierende Veränderungen in der Kommunikation sind Themen, die alle Branchen und Unternehmen beschäftigen werden“, weiß Martin Schäfer, Leiter des Arbeitskreises Einkauf und Beschaffung. Bereits seit 2004 betreut der Experte die Arbeitsgruppe.

 

Viermal im Jahr können Einkäufer und interessierte Moderation zusammenfinden, Erfahrungen austauschen und Probleme gemeinsam angehen. Eine breite Themenwahl bei Impulsvorträgen von Spezialisten gibt einen Blick über den „Tellerrand“. Einmal im Jahr findet der Arbeitskreis in einem saarländischen Unternehmen vor Ort statt. Eine Betriebsbesichtigung und die Vorstellung der dortigen Einkaufsorganisation stehen dann auf der Tagesordnung.

Ein Hauptziel des Arbeitskreises ist es, ein regionales, saarländisches Einkäufer-Netzwerk zu gründen. Hierzu stellten wir Martin Schäfer einige Fragen:

 

Herr Schäfer, warum macht ein solches Einkäufer-Netzwerk gerade jetzt Sinn?
Steigende Komplexität in Beschaffungsprozessen, zahlreiche spezifische Abhängigkeiten unter den Prozessteilnehmern oder Handelspartnern bedingen intelligente Lösungsansätze, die im Zeitalter von Industrie 4.0 zu entwickeln sind. Zahlreiche Studien, wie ganz aktuell die Emporias-Studie „Beschaffung 4.0“, zeigen sowohl die heutigen Trends als auch Defizite in der Umsetzung sowie den daraus resultierenden, weitreichenden Handlungsbedarf. Das Einkäufer-Netzwerk soll daher Unternehmen und ihre Mitarbeiter dazu anregen, sich mit den anstehenden Herausforderungen näher zu beschäftigen und auch hierüber auszutauschen.

 

Was kann man unter einem solchen Einkäufer-Netzwerk verstehen?
Ziel ist es, dass sich die verantwortlichen Mitarbeiter unterschiedlichster Unternehmen und Branchen informell zusammentun, um sich auszutauschen oder auch gemeinsam neue Ideen zu entwickeln – kurz gesagt, um voneinander zu profitieren.

 

Was bringt es den Unternehmen, wenn sie mitmachen?
Einkauf wird in vielen Organisationen vernachlässigt und mal so nebenbei „mitgemacht“. In diesen Fällen wird Einkauf reduziert auf einen Bestellvorgang. Vor vielen Unternehmen liegt daher noch ein weiter Weg mit vielen Fragezeichen und Unwägbarkeiten. Zunehmende individuelle Kundenwünsche, immer kürzere Reaktionszeiten verbunden mit zahlreichen (globalen) Abhängigkeiten unter den Prozessteilnehmern erfordern jedoch zwingend intelligente Lösungsansätze für die Zukunft. Diese können Unternehmen mit Gleichgesinnten gemeinsam erarbeiten und umsetzen.

 

Wie ist der Stand der Dinge?
Mit dem Netzwerk sind wir noch im Aufbau, freuen uns aber auf weitere Mitstreiter.

 

 

Bildunterschrift:
Betriebsbesichtigung und Vorstellung der Einkaufsorganisation bei der viasit Bürositzmöbel GmbH, Neunkirchen, im Rahmen des Arbeitskreises. Links: Arbeitskreisleiter Martin Schäfer (dittgen Bauunternehmen GmbH, Schmelz); 5. von links: Ingbert Prinz (Einkaufsleiter bei viasit): 4. von rechts und ganz rechts: Anja Schönberger und Peter Schommer (beide saar.is)

 

 

 


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