Studie: Wie können KMU Korruption vorbeugen?

25. September 2017


Korruption durchzieht viele Bereiche, wie der Bericht der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International jährlich zeigt. Um dagegen vorzugehen, gibt es in vielen großen Unternehmen Präventionsprogramme. In kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist dies jedoch selten der Fall. Wie man es schafft, dass sich auch diese mit der Problematik befassen und Maßnahmen ergreifen, hat das Team um Prof. Dr. Tanja Rabl von der Technischen Universität Kaiserslautern im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „RiKo“ untersucht. Auf den Ergebnissen aufbauend hat es einen Workshop entwickelt, der KMU für das Thema sensibilisieren soll.

 

Viele große Unternehmen setzen auf Präventionsprogramme, die ein Bündel vielfältiger Maßnahmen umfassen. Dies können verpflichtende Leitlinien sein, Schulungen für das Personal oder feste interne und externe Ansprechpersonen für die Korruptionsthematik. Anders sieht es in vielen KMU aus. „Korruption wird oftmals nicht als Problem für das eigene Unternehmen wahrgenommen und das Risiko als sehr gering eingeschätzt“, sagt Professorin Tanja Rabl. „Auch heißt es von der Geschäftsführung öfter, dass alles familiär zugehe, man sich persönlich kenne und Korruption viel schneller auffallen würde als in Großunternehmen.“

 

Der Druck, der u. a. durch Lieferanten, Kunden, Banken, Investoren, Gesetzgeber und Öffentlichkeit entsteht, sei ein Kriterium für eine hohe Sensibilisierung.

 

(Quelle: http://idw-online.de/de/news678874)