Starke Kreativideen bringen das Saarland nach vorne

Seit 2013 setzt das saarländische Standortmarketing unter dem kommunikativen Dach „Großes entsteht immer im Kleinen.“ vielfältige Werbemaßnahmen und Veranstaltungsformate um und schuf damit eine solide Basis, die nun zum Saarland-Marketing 2.0 weiter entwickelt werden soll. Mehr dazu im Interview mit Dennis Lück (Chief Creative Officer und Partner von Jung von Matt/Limmat) und Tina Müller (Projektleitung Saarland-Marketing, saaris)

 

30. Januar 2020


saaris/impuls: Herr Lück, Sie leben als gebürtiger Saarländer in der Schweiz und wurden als „Werber des Jahres“ ausgezeichnet. Jetzt unterstützen Sie die Weiterentwicklung des saarländischen Standortmarketings. Was ist das für ein Gefühl?

Dennis Lück: Das ist ehrlich gesagt nicht nur ein Gefühl, sondern gleich mehrere Gefühle auf einmal. Erst einmal Freude – das wird der geilste Job, den ich je gemacht habe. Dann Stolz – es war immer ein Traum, mal bei den Kreativitätsweltmeisterschaften mit einer Arbeit fürs Saarland-Marketing teilzunehmen. Das ist nun greifbar geworden. Und dann natürlich noch Panik – wenn man die Ehre hat, einen solchen Job zu übernehmen, dann will man es natürlich nicht vermasseln. Aber auch dieses Gefühl sehe ich positiv. Panik ist ein guter Antrieb für Qualität und Exzellenz.

 

saaris/impuls: Frau Müller, wie entstand die Zusammenarbeit mit Jung von Matt und warum haben Sie zum Ausbau der Marke „Saarland“ eine Agentur von außerhalb ins Boot geholt?

Tina Müller: Wir haben bereits 2013 im Rahmen der Landeskampagne mit Jung von Matt/ Hamburg zusammengearbeitet. Damals gab das hohe Kreativitätslevel den Ausschlag für die Vergabe. Aufgrund der Weiterentwicklung der Marke „Saarland“ hin zu einem aufmerksamkeitsstarken Exzellenzmarketing ergeben sich neue Herausforderungen, denen wir nur mit out-of-the-box-Denken und innovativen Ansätzen gerecht werden können. Neues wagen will das Saarland-Marketing auch im Hinblick auf die Notwendigkeit, als Tech-Standort internationalen Ansprüchen zu entsprechen. Wir glauben, dass Jung von Matt/ Limmat dafür ein ausgezeichneter Kreativpartner ist.

 

saaris/impuls: Herr Lück, Sie werden von den Medien als „kreativster und erfolgreichster Werber der Schweiz“ bezeichnet. Mithilfe welcher origineller Ideen wollen Sie die Alleinstellungsmerkmale unseres Bundeslandes vermarkten?

Dennis Lück: Zu viel kann ich über die einzelnen Ideen noch nicht verraten. Aber was ich schon mal preisgeben kann, ist, wie wir kommunizieren. Und zwar nicht mehr mit bloßer Werbung alleine. Wir wollen das Saarland als Standort für technologische Exzellenz erlebbar machen. Und das geht am besten, indem man diese Erlebnisse sichtbar und teilbar macht für alle. „Experience Marketing“ wird also das Zauberwort sein, mit dem wir gemeinsam das Saarland als Standort voranbringen möchten. Natürlich mit einer klugen Einbindung saarländischer Unternehmen.

 

saaris/impuls: Frau Müller, wie fügen sich diese Kreativideen in die Maßnahmenplanung ein?

Tina Müller: Unser Fokus für 2020 liegt auf der Vermarktung der saarländischen Exzellenz in den Bereichen IT, KI, Cyber Security und Automotive. Wir stehen vor der Aufgabe, die Standortvorteile unseres Bundeslandes insbesondere unter Fachkräften und Hochschulabsolventen innerhalb und außerhalb der Landesgrenzen noch populärer zu machen. Gleichzeitig wollen wir saarländischen Unternehmen Mittel an die Hand geben, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren. Wir sind sehr zuversichtlich, dass uns die neuartigen, ja mutigen Kreativstrategien von Jung von Matt/Limmat dabei helfen werden.

 

saaris/impuls: Herr Lück, wie bewerten Sie das saarländische Standortmarketing im Vergleich zur nationalen oder internationalen Konkurrenz?

Dennis Lück: Das Saarland hat einen der beliebtesten Slogans in Deutschland. Für junge Talente wird wahnsinnig viel unternommen, siehe Jobbing Center. Wir integrieren über 1.000 saarländische Partnerunternehmen in die Kommunikation. Das ist Marketing auf allerfeinstem Niveau. Was wir uns nun für die Partnerschaft vorgenommen haben, ist, den „Techzellenz“-Standort Saarland bekannt zu machen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Und das bedeutet: Wir müssen jetzt auch mit internationaler Strahlkraft kommunizieren. Ich darf Ihnen einen Satz aus der Präsentation vor Ministerpräsident Tobias Hans zitieren: „Schluss mit der Bescheidenheit. Ab jetzt sind wir die Coolsten.“ Und genau das werden unsere Maßnahmen zeigen und beweisen müssen.

 

Kontakt:

Tina Müller,

Tel.: 0681 9520-496,

E-Mail: saarlandmarketing@saaris.de