"Saarland Industrieland": Kongress zeigt Entwicklungschancen

26. März 2015


Der Leitbildprozess für eine offensive Industriepolitik, den Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger in Gang gesetzt hat, geht in die nächste Runde. Inzwischen sind zum Thesenpapier der Ministerin zahlreiche detaillierte Rückmeldungen eingegangen. Diese werden nun ausgewertet und bei der Verfeinerung des Konzepts berücksichtigt. Unter dem Titel "Saarland Industrieland. Wie wir mit Industrie Zukunft gewinnen" wird es dann bei einem Kongress am 20. April in Saarbrücken präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Rehlinger: "Die Industrie gehört zum Kern unseres Landes. Dies wird der Kongress widerspiegeln. Wir verfügen über eine robuste Struktur produzierender Unternehmen, die einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Wirtschaftskraft leisten. Wir wollen mit einer offensiven Industriepolitik dafür sorgen, dass dies so bleibt."

Die Ministerin wird den Kongress um 18.30 Uhr in der Congresshalle eröffnen und ins Thema einführen. Es folgen Statements der IHK Saarland, des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie sowie der Arbeitskammer des Saarlandes. Auf einen Vortrag mit dem Titel "Perspektiven für die 4. Industrielle Revolution" von Prof. Dr.-Ing. Rainer Müller, dem Wissenschaftlichen Geschäftsführer des Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA), folgt eine Talkrunde, die von den Chefredakteuren Peter Stefan Herbst (SZ) und Norbert Klein (SR) moderiert wird.

An ihr nehmen auch Prof. Dr. Wolfgang Wahlster (Vorsitzender Geschäftsführer des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz DFKI) und Prof. Dr. Cornelius König (Leiter des Lehrstuhls für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität des Saarlandes) teil. Mit dem Fazit von Wirtschaftsministerin Rehlinger geht das Kongressprogramm dann in ein Get-together über.

Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Anmeldung ist online unter www.industrieland.saarland möglich.

Nach dem Kongress sind im weiteren Verlauf des Jahres Workshops zu den verschiedenen Elementen des industriepolitischen Konzepts geplant. Hinzu kommen unter anderem eine Betriebsrätekonferenz zum Thema "Alters- und alternsgerechtes Arbeiten in der Industrie" und der "Stahlgipfel Saarland". Gegen Ende des Jahres 2015 werden die endgültigen Ergebnisse des Leitbildprozesses feststehen und in Form einer Projektliste mit Umsetzungsmanagement der Öffentlichkeit präsentiert. Rehlinger: "Ein so detailliertes Gesamtkonzept für die Industriepolitik hat es im Saarland noch nicht gegeben."

Hintergrund

  • Strategische Felder saarländischer Industriepolitik ("Rehlinger-Papier")
  • Das Saarland wird zum Kompetenzzentrum Industrie 4.0
  • Starke Informatik – starke Industrie
  • Schnittstelle Energie und Internet ausbauen und stärken
  • Sichere Energieversorgung zu marktfähigen Preisen
  • Fachkräftesicherung in der Industrie
  • Alters- und alternsgerechtes Arbeiten – lebensphasenorientierte Personalpolitik
  • Stahlindustrie – eine Schlüsselbranche unserer Wirtschaft
  • Autoland Saarland
  • Das Wachstum der mittelständischen Industrie fördern
  • Technologietransfer durch Kommunikation und Kooperation
  • Moderne wirtschaftsnahe Infrastruktur, moderne Ansiedlungspolitik
  • Wachstum und Beschäftigung in unserer Industrie durch gute Infrastruktur