Saar-Uni: Neuartige Diamantsensoren

16. März 2015


Mit rund zwei Mio. Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine neue Nachwuchsgruppe in der Physik an der Saar-Uni. Die Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Elke Neu und ihr Team erforschen mit quantenphysikalischen Methoden neuartige, bis in den Nanometerbereich auflösende Abbildungsverfahren. Die Wissenschaftler erwarten vor allem in den Material- und Lebenswissenschaften einen großen Nutzen dieser Methoden. Für diese Idee ist Elke Neu im BMBF-Nachwuchswettbewerb "NanoMatFutur" ausgezeichnet worden.

Für die hochauflösenden Abbildungsverfahren benutzen die Forscher Diamanten, in die gezielt einzelne Verunreinigungsatome eingebaut werden. Zusammen mit einer benachbarten Leerstelle im Gitter bildet diese "Verschmutzung" mit einem fremden Atom ein sogenanntes Farbzentrum. Der Clou von Elke Neus Forschungsidee im Projekt "Multifunktionale Diamant Nano-Rastersonden für die Lebenswissenschaften (DiaNanoRa)” ist es nun, die "Feinfühligkeit" und atomare Ausdehnung der Farbzentren mit der bekannten Technologie der Rastersondenmikroskopie zu kombinieren.