Saar-Uni: Auto-Fernsteuerung durch Hacker verhindern

10. März 2017


Ein Oberklasse-Fahrzeug verfügt heute über mehrere Computer. Damit erzeugt es während einer Stunde Fahrt mehrere Gigabyte an Daten. Auch weniger teure Autos strotzen inzwischen vor Informationstechnologie. Durch die zunehmende Vernetzung der einzelnen Komponenten offenbaren sich dabei auch gefährliche Sicherheitslücken. Eine solche haben Informatiker des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit (CISPA) der Universität des Saarlandes und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) nun geschlossen – mit Hilfe einer Software, die Autohersteller in jedem Auto nachrüsten können.

 

Stefan Nürnberger, der das Smart Systems Lab am DFKI leitet, arbeitet mit Christian Ros-sow, Professor für IT-Sicherheit an der Saar-Uni, daran, dass Komponenten wie ein Notbremsassistent am CAN-Bus (internes Netzwerk) weder die Echtheit des Senders noch den Wahrheitsgehalt der gesendeten Informationen anzweifeln müssen. Ihrer zu diesem Zweck entwickelten Software „vatiCAN“ gelingt dies, indem nur der echte Sender die notwendigen Authentifizierungscodes an Nachrichten anhängen kann. Weitere Attacken, wie beispielsweise das Mitschneiden von Nachrichten und mehrfaches Verschi¬cken, unterbinden die Forscher, indem sie der Nachricht noch einen Zeitstempel hinzufügen. Die Software kann im Internet kostenlos heruntergeladen und verwendet werden.

 

(Quelle: http://idw-online.de/de/news662462)