Roboter_daVinci: Großer Erfolg für Homburger Urologie

11. März 2016


Das bei FOCUS jährlich erscheinende Gesundheitssonderheft bewertet Ärzte und Kliniken. Sowohl die Homburger Klinik für Urologie als auch drei ihrer Ärzte wurden 2015 als herausragend eingeschätzt und landeten unter den Top-Ten der deutschen Koryphäen. Kein Wunder, arbeiten sie doch mit weltweit modernsten Instrumenten wie dem Roboter_daVinci-System, dessen Vorteile jetzt durch eine AOK-Studie eindeutig bewiesen wurden.

 

Homburg gehört zu den allerersten Kliniken, die in Deutschland ein roboterassistiertes OP-Programm initiierten. Die Urologie des Universitätsklinikums an der Saar zählt bundesweit zu den Anwendern mit den höchsten Fallzahlen. Über 4.000 Operationen wurden bislang vom Team um die Professoren Michael Stöckle und Stefan Siemer mit daVinci durchgeführt. „Aufgrund unserer Studienergebnisse bieten wir allen Patienten die daVinci-Methode an“, so Stefan Siemer, stellvertretender Direktor der Klinik für Urologie und Kinder­urologie des Universitätsklinikums. Die Entfernung des Operateurs zum eigentlichen Patienten relativiert sich dabei. „Heute können wir uns über Satelliten bei Operatio­nen in den USA einloggen und mitoperieren. Es ist vorstellbar, dass von einem Expertenteam, das an einem Ort stationiert ist, Operationen in ganz Deutschland und darüber hinaus durchgeführt werden. Der Patient bleibt, wo er ist. Der Arzt wird zugeschaltet.“ In der Regel sind am Gerät vier Arme angebracht, um die Organe im Körper auszuleuchten und zu filmen sowie mit dem Skalpell zu schneiden und das Blut abzusaugen.

 

Was rechtfertigt die hohen Kosten? „Bei der Komplikationsrate gibt es signifikante Vorteile für die robotische Operation“, so Siemer. Allerdings könne diese Studie nicht beantworten, ob die neue Methode bessere funktionelle Ergebnisse gegenüber den konventionellen Verfahren vorweisen könne. Eine aktuelle Untersuchung an seiner Klinik bestätigt die wesentlichen Vorteile dieser neuen Methode: weniger Impotenz, weniger Inkontinenz und größere Tumorfreiheit.

 

Sowohl in der Urologie als auch in den anderen Disziplinen ist noch ein deutliches Wachstumspotenzial vorhanden. Deshalb wird in mehreren Unternehmen an alternativen Robotersystemen für den OP gearbeitet. „Ich könnte mir vorstellen, dass es langfristig gelingt, mit einem kleinen Schnitt nur noch einen Roboterarm in den Körper zu führen, der sich dann erst im Körper öffnet. Für den Patient ist das maximal schonend.“

 

 

Kontakt:
Dr. Thomas Siemer
healthcare.saarland
Tel.: 0681 9520-459
Fax.: 0681 5846125
E-Mail: thomas.siemer@saar-is.de