qupic-Fotobox: Start-up überzeugt mit Softwaresystem

Tobias Lang und Marc Weidenhof haben 2017 ihr Start-up gegründet. Sie bauen, vermieten und verkaufen die selbst entwickelten qupic-Fotoboxen für Privat- und Geschäftskunden. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Hinter jeder Box steht ein ausgeklügeltes Softwaresystem. saaris unterstützte die Jungunternehmer aus Neunkirchen von Anfang an.

 

18. November 2019


Fotoboxen sind in. Sie sind die Hits bei großen Veranstaltungen wie Hochzeiten und Festivals oder zunehmend auch auf Messen, um dort Kunden zu rekrutieren. Es gibt einige Unternehmen, die Fotoboxen vertreiben oder verleihen. Der Unterschied bei qupic: Die innovative Fotobox passt sich den Wünschen der Nutzer an. Das heißt, je nachdem, welches Ziel sie mit der Fotobox verfolgen, wird diese von Informatiker Tobias Lang programmiert. Ein weiterer Vorteil: Die leichte Bedienung: „Die Registrierung erfolgt ganz einfach über das eigene Smartphone und einen QR-Code. Nach der Anmeldung sind die Bilder dann direkt auf dem Handy verfügbar und bei Bedarf in wenigen Sekunden ausgedruckt“, erklärt Marc Weidenhof, einer der Inhaber. Die Fotobox stehe ständig in Kontakt mit dem Online-System. Jeder erhält einen eigenen Zugang zu seinen Bildern. Alle Bilder sind in dem Online-System kostenlos und unbegrenzt gespeichert.

 

Um die Bilder in perfekter Qualität aufzunehmen, ist die Box mit einer hochwertigen Spiegelreflex-Kamera ausgestattet. Zusätzlich ist ein Fotostudio-Blitz integriert, so dass die Bilder immer optimal belichtet sind. Alle Bilder werden in Full HD-Qualität (1920x1280) aufgenommen und sicher gespeichert. Der Hintergrund ist frei wählbar, die fertigen Fotos können mit Text, Farbfiltern oder Werbeslogans bearbeitet und hinterlegt werden. Zudem gehört zu jedem Paket ein Thermotransfer-Fotodrucker. Er sorgt dafür, dass die Bilder in Laborqualität ausgedruckt werden.

 

Eine tolle Idee, mit der die beiden Gründer erste Erfolge verbuchen können. Nach dem Bau eines Prototyps im Jahr 2017 erhielten sie einen Großauftrag für ein Open-Air-Festival mit 3.500 Besuchern. „Drei Monate intensive Arbeit, aber wir haben es geschafft“, so Weidenhof. „Die Fotoboxen werden immer weiterentwickelt, je nach Bedarf des Kunden.“ Derzeit touren zwei Fotoboxen quer durch Deutschland und stehen für einen saarländischen Konzern in Supermärkten.

 

saaris von Anfang an mit im Boot

Einfach sei es nicht immer gewesen, geben die beiden Unternehmer zu. Heute können sie fast von den Erträgen leben. Zu Beginn begleitete saaris die beiden mit Beratungsgesprächen und einem Zuschuss über das Beratungsprogramm Saarland. Seit einem Jahr sitzen sie im Startup-Center in Neunkirchen, nutzen dort die professionelle Infrastruktur. Auf die Frage, welche Herausforderungen sie zu bewältigen hatten, lautete die Antwort: „Hersteller und Kunde haben unterschiedliche Sichtweisen und Prioritäten. Während bei uns das Funktionieren der ausgeklügelten Technik im Vordergrund stand, war den Verbrauchern der erste Eindruck, das Aussehen, die Inspiration oder Überraschung wichtig. Eine funktionierende Technik wurde einfach vorausgesetzt.“ Unterschätzt hätten sie die vielfältigen Aufgaben und Problemstellungen, die neben dem Produkt noch anfielen wie Verträge, Marketing oder Transport.

 

Ziel 2025: qupic für den B2B-Bereich

Wie geht es weiter: „Bis zum Jahr 2020 möchten wir unseren Schwerpunkt auf die Geschäftswelt setzen. Der Einsatz im privaten Bereich funktioniert deutschlandweit schon gut. Auf Messen und Promotion-Touren bietet die qupic-Box aber einen entscheidenden Unterschied: eine optimale Schnittstelle zwischen potenziellem Kunden und Unternehmen. So wird sich qupic zu einem wichtigen Marketinginstrumen entwickeln“, so die Jungunternehmer.


Ansprechpartner

Peter Schommer

Gründerberatung / Existenzsicherung

Tel.: 0681 9520-444

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: peter.schommer@saaris.de

v. l. Tobias Lang und Marc Weidenhof (qupic), Carolin Stauner (Startup-Center der Wirtschaftsförderung im Landkreis Neunkirchen), Peter Schommer (saaris)