Personalisiertes Weihnachtsgeschenk aus der Minifabrik

20. Dezember 2018


Sie ist nicht größer als ein Kleiderschrank: Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben eine Minifabrik entwickelt, mit der sie personalisierte Hautcreme direkt am Verkaufspunkt wirtschaftlich herstellen können. Sie ist bereits in drei Douglas-Filialen im Einsatz.

 

Es ist ein gesellschaftlicher Megatrend: Seit Jahren muss die Industrie in immer kleineren Stückzahlen fertigen und gleichzeitig Produkte mit größerem Variantenreichtum hervorbringen. Endpunkt dieser Entwicklung ist die »Mass Personalization«, also die massenhafte Herstellung personalisierter Produkte. Das stellt die Prozessindustrie, die unter anderem pharmazeutische und kosmetische Produkte herstellt, vor Probleme. Denn allein auf die Haut wirken sich viele verschiedene extrinsische und intrinsische Faktoren aus: Zu ersteren zählen UV-Strahlung, Ernährungs- und Trinkverhalten, Schlafgewohnheiten, Jahreszeit und Stress, zu letzteren Hormonhaushalt und Gene. Sie alle beeinflussen, wie fettig, feucht oder trocken unsere Haut ist.

 

Die eine Hautcreme, die allen Menschen überall auf der Welt und in jeder Lebenssituation gleichermaßen hilft, kann es also nicht geben. Doch nun haben Viktor Balzer und sein Team am Fraunhofer IPA ein System entwickelt, das es möglich macht, personalisierte Hautcreme wirtschaftlich zu produzieren. Die Minifabrik besitzt in etwa die Dimensionen eines kleinen Kleiderschranks, hat ein Touchdisplay und ein Ausgabefach für das personalisierte Produkt.

 

Weitere Informationen auf http://idw-online.de/de/news707680.