Passgenaue Förderung für innovative Unternehmen

18. Juli 2016


Technologieprogramme zielen darauf ab, aus guten Ideen erfolgreiche Produkte zu machen. Oftmals ist es für Unternehmen jedoch schwierig, ein passendes Förderprogramm ausfindig zu machen. In einer Veranstaltung informierte saar.is zu Neuerungen in den wichtigsten Bundesprogrammen und skizzierte die Förderschwerpunkte des EU-Programms Horizon 2020 für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

 

Bekanntermaßen hat das Saarland im Bereich Forschung und Entwicklung Nachholbedarf. Noch immer ist in den hier ansässigen Unternehmen deutlich weniger Forschungspersonal beschäftigt als in den meisten Bundesländern. Fördermittel zur Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen nehmen die Saarländer hingegen gerne in Anspruch. Im größten deutschen Innovationsprogramm ZIM beispielsweise liegt die saarländische Wirtschaft mit einer Förderung von 1.565 € pro FuE-Mitarbeiter sogar deutlich vor Baden-Württemberg, das rund 1.000 € pro Forschungsmitarbeiter einstreicht. saar.is-Geschäftsführer Christoph Lang: „Unser klares Ziel für die Zukunft ist es, mehr Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ansässiger Unternehmen zu erreichen. Insbesondere kleine Unternehmen, die gute Ideen für neue technologische Produkte haben, finden bei saar.is kompetente Betreuung.“

 

ZIM-Netzwerke helfen, in FuE einzusteigen
Vor rund 90 Teilnehmern referierte Dr. Rainer Schneider von der Berliner VDI/VDE-IT GmbH über das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand ZIM“ –  den Förderklassiker für anwendungsorientierte, marktnahe Entwicklungsvorhaben. Entwicklungsvorhaben, die den Stand der Technik übertreffen, können mit bis zu 190.000 € pro Projektpartner gefördert werden. Um erste FuE-Aktivitäten anzugehen, legt Dr. Schneider es gerade kleinen Unternehmen nahe, sich in ZIM-Netzwerke einzubringen.

 

Horizon 2020: „Saarländische Mittelständler sind gut dabei“
Jörg Scherer von der Saarbrücker Eurice GmbH sprach über die EU-Förderung für den innovativen Mittelstand. Obwohl die EU-Forschungsprogramme in der Regel Kooperationen von Partnern aus mindestens drei EU-Staaten voraussetzen, gibt es in Horizon 2020 mit dem KMU-Instrument auch einzelbetriebliche Förderung für KMU. Das Budget der EU-Rahmenprogramme hat sich in den letzten zehn Jahren zwar verfünffacht, dennoch betont Scherer den hohen Anspruch an die Qualität der Anträge. Erfreulich ist, dass die saarländischen Unternehmen auch bei der EU-Forschungsförderung überdurchschnittlich gut vertreten sind. Gemessen am FuE-Personal streichen saarländische KMU bundesweit sogar die meisten Fördermittel ein.

 

Auch externe Beratungsleistung und Patentanmeldungen sind förderfähig
Einen Überblick über weitere Bundesprogramme gab Alexandra Bender von der Förderberatung „Forschung und Innovation“ des Bundes. Sie ging auf das Programm KMU- innovativ ein, das auch große Projektvolumina fördert – allerdings nur auf Spitzenforschung ausgerichtet ist. Außerdem stellte sie zwei anwendungsbezogene Programme vor; zum einen WIPANO, das insbesondere die Anmeldung von Patenten fördert und zum anderen go-Inno, das die Beauftragung externer Unternehmensberater zum Aufdecken und Umsetzen von Innovationspotenzialen in Unternehmen fördert.

 

saar.is hilft Unternehmen bei allen Fragen zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für technologische Entwicklungen.

 

 

Bildunterschrift:
v.l. Dr. Thomas Siemer, Patrick Rosar (beide saar.is), Jörg Scherer (Eurice GmbH), Alexan­dra Bender (Förderberatung „Forschung und Innovation“),  Dr. Rainer Schneider (VDI/VDE-IT GmbH)