Neunkirchen: Welcome Center für deutsche und ausländische Fachkräfte

26. September 2016


Der demographische Wandel schlägt im Saarland ganz besonders zu Buche. Der Landkreis Neunkirchen zählt zu den 13 Regionen Deutschlands, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft für das Projekt Land(auf)Schwung ausgewählt wurden. Im Rahmen dieses Modellvorhabens hat der Landkreis saar.is mit dem Aufbau eines Welcome Centers beauftragt, um Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu gewinnen.

 

Die offizielle Zielsetzung des neuen Welcome Centers im Landkreis Neunkirchen klingt etwas abstrakt: Die Willkommenskultur soll gestärkt werden, um damit die Gewinnung und nachhaltige Integration in- und ausländischer Fachkräfte sowie deren Familien zu fördern. Dahinter steht die gute Idee, Neubürgern und Fachkräften aus dem In- und Ausland unter dem Motto „Leben – Wohnen – Arbeiten in der Vitalregion Neunkirchen“ Unterstützung beim Einleben und Wohlfühlen anzubieten.

 

Ganz neu ist die Idee nicht. Der Aufbau der Agentur kann maßgeblich von bestehenden Best-Practice Beispielen aus Deutschland profitieren. Die Innovation des „Welcome Centers“ liegt in einer gezielten Erweiterung um die Aspekte der Integration von Immigranten, sowohl im Bereich der institutionellen Organisation als auch der sozio-kulturellen Eingliederung. Christina Strauss leitet im Auftrag von saar.is das neue Welcome Center. Ihr stellten wir einige Fragen:

 

Frau Strauss, warum haben Sie gerade den Standort Neunkirchen gewählt?
Der Landkreis will sich als Zuzugsregion positionieren. Hierzu hat er das Welcome Center ein­gerichtet, das seine Aktivitäten, beginnend mit einer Bestandsaufnahme, vor kurzem aufgenommen hat.

 

Wie sehen die Aufgaben des Welcome Centers in der alltäglichen Praxis aus?
Zu den Basisleistungen des Startprojekts „Welcome Center“ zählt die Einrichtung einer Anlaufstelle für Rückkehrer und Neubürger, die Entwicklung eines regionalen Dienstleistungs- und Beratungsangebots zu den Themen Wohnen, Arbeiten, Aus- und Weiterbildung, Freizeit, Kinderbetreuung sowie ein damit in Verbindung stehendes regionales Marketing.

 

Wie werden Sie speziell auf ausländische Fachkräfte zugehen?
Wir helfen Neubürgern dabei, Integrationsbarrieren zu überwinden und bieten Zugang zu vielseitigen Unterstützungsangeboten. Dank unserer Vernetzung zu Kommunen, Betrieben, Migrationsdiensten und Ehrenamtsstrukturen stellen wir bei spezifischen Fragestellungen direkten Kontakt zu kompetenten Ansprechpartnern her. Anhand eines Integrationsmanagements werden Maßnahmen zur Eingliederung entlang der gesamten „Integrationskette“ durchgeführt – in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Institutionen wie Kreissozialamt, Caritas, Ehrenamts-Lotsen, Unternehmen oder Vereinen.

 

Wie geht es mittelfristig weiter?
In einem weiteren Schritt wird das Welcome Center durch einen Bildungskoordinator gestärkt, der in die Strukturen von Land(auf)Schwung und insbesondere des Welcome Centers eingebunden wird. Der Bildungskoordinator wird die Vorzüge der Bildungsstrukturen des Landkreises für Neubürger, speziell Migranten, mit dem Ziel ihrer Integration zusammentragen und neue Maßnahmen entwickeln.

 

Welche Institutionen spielen bei dem Projekt maßgeblich mit?
Neben der Regionalen Entwicklungsagentur sind sowohl der Landkreis Neunkirchen als auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Neunkirchen als Projektpartner aktiv.


Ansprechpartner

Christina Strauss

Integrationsmanagement/Marketing

Tel.: 0160 - 97 474 269

E-Mail: welcome.center.neunkirchen@gmail.com

 

Projektbüro:
Rathaus Neunkirchen
Oberer Markt 16
66538 Neunkirchen

 

 

Partner
Förderer