Neuer Rekord: 113 Deutschlandstipendiaten an der htw saar

3. Dezember 2018


25 Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen aus der Region haben im Förderzeitraum 2018/19 zusammen 113 Studierende der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw saar) mi einem Deutschlandstipendium unterstützt. Gefördert werden begabte und engagierte Erstsemester sowie Studierende höherer Semester mit 300 € monatlich für den Zeitraum von einem Jahr. Am 9. November 2018 trafen sich Förderer und Geförderte zu einem Kennenlern-Treffen in den Räumen der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Saarbrücken.

 

Zum Auftakt beglückwünschte Dr. Oliver Berck, Teamleiter Öffentliche Finanzen, Fachkräftesicherung und Hochschulen der IHK Saar, in seinem Grußwort die Studierenden und dankte den Förderern für ihr Engagement. Er betonte die Bedeutung der Unterstützung junger Talente für die Region: "Stipendien sind ein geeignetes Instrument, um Nachwuchskräfte zu gewinnen und zu binden. Gut, dass sich im Saarland eine Stipendienkultur entwickelt, die sich bundesweit sehen lassen kann."

 

Ministerpräsident a.D. Reinhard Klimmt sprach in seinem Grußwort als Vorsitzender des Kuratoriums der StudienStiftungSaar über den wirtschaftlichen Strukturwandel an der Saar, die Notwendigkeit, das Potenzial an Fachkräften zu sichern und auch hier zu behalten; dafür mache sich die StudienStiftungSaar mit ihrer ausgeprägten Stipendienkultur an den Schulen und Hochschulen des Landes stark. Er hob besonders die Verdienste von Justizrat Prof. Dr. Egon Müller hervor, der selbst ein Namensstipendium gestiftet und als Vorsitzender des Vorstandes die StudienStiftungSaar wesentlich aufgebaut und fortentwickelt habe. Reinhard Klimmt bedankte sich bei allen Förderern des Deutschlandstipendiums und namentlich und exemplarisch vor allem bei dem langjährigen Förderer Stiftung Bergmannshilfswerk Luisenthal. Allen Deutschland-Stipendiatinnen und -Stipendiaten wünschte er viel Erfolg und Motivation, hier im Saarland weiterhin ihr Glück zu suchen.

 

Dass sich die Anzahl der Deutschlandstipendien für die Hochschule im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal steigern lässt, hatte selbst der Vizepräsident für Studium, Lehre und Internationalisierung der htw saar, Prof. Dr. Andy Junker, nicht für möglich gehalten. Sein Dank dafür galt insbesondere den Vertretern der StudienStiftungSaar, Reinhard Klimmt und Prof. Dr. Egon Müller und ihrem Team für die Akquise der Förderer sowie den Unternehmen, Stiftungen und Privatpersonen, die mit diesem Stipendium in die Bildung junger Menschen im Saarland investieren. Dabei machte Junker deutlich, dass neben hervorragenden Noten beim Deutschlandstipendium bewusst auch andere Qualitäten, beispielsweise die Überwindung von Hürden in der Bildungsbiographie oder das Engagement in besonderen Projekten oder für andere Menschen als Auswahlkriterien herangezogen werden. Auch ein „Fast-Alleinstellungsmerkmal“ des Deutschlandstipendiums an der htw saar hob er in seiner Rede hervor: „Die Hochschule hat es auch in diesem Jahr geschafft, Studierende aller Studiengänge – inkl. der deutsch-französischen und der wissenschaftlichen Weiterbildung - in der Förderung zu berücksichtigen; und: fast 75 % von ihnen sind Studienpioniere, d.h. die ersten in ihrer Familie, die ein Studium aufgenommen haben!“

 

Für die Förderer erläuterten Markus Metz von der eurodata AG und Fritz König von der Stiftung Bergmannshilfswerk Luisenthal ihre jeweilige Motivation, mit den Studierenden der htw saar kluge Köpfe und starke Persönlichkeiten mit einem Deutschlandstipendium zu unterstützen. Steht bei den Unternehmen der Wunsch im Vordergrund, mit potenziellen Nachwuchskräften für das Unternehmen in Kontakt zu treten, ist es bei den Stiftungen das Anliegen, den geförderten Studierenden ein kleines Stück Freiheit in ihrem meist stressigen Studienalltag zu schenken, damit sie auch ihren nicht-akademischen Interessen nachgehen und sich weiter entfalten zu können.

 

Per Videobotschaft bedankten sich abschließend noch zwei DeutschlandstipendiatInnen, die aktuell ein Auslandssemester absolvieren, bei ihrem Förderer, der RAG Stiftung: Katharina Röper, Studentin im deutsch-französischen Studiengang „Internationales Tourismus-Management“ aus Sitten im Wallis, Schweiz und Nils Kleiber, Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen aus Helsinki,Finnland.

 

Förderer des Deutschlandstipendiums an der htw saar im Förderzeitraum 2017/2018 sind: abat+, Asko-Europa-Stiftung, Chancenwerk e.V., CTC advanced GmbH, Erich. F. Bläse-Stiftung, eurodata AG, Klaus Faber AG, Globus, Krämer IT Solutions GmbH, Kunzler, Lions Club Lebach, Möbel Martin, Nemak Dillingen, PSD-Bank-Stiftung, SBS-Ingenieure, Sparkassen-Verband Saar, StudienStiftungSaar, Rotary Club St. Wendel Stadt, Villeroy & Boch, Peter und Luise Hager-Stiftung, RAG-Stiftung, Stiftung Bergmannshilfswerk Luisenthal, Förderer des Enrico-Lieblang-Deutschlandstipendiums, Förderer des Egon-Müller-Deutschlandstipendiums sowie dem Absolventenjahrgang E-Technik `68.

 

Zum Deutschlandstipendium
Das Deutschlandstipendium ist ein nationales Stipendienprogramm. Es richtet sich an alle Studienanfänger sowie an bereits immatrikulierte Studierende in einem Bachelor- oder Master-Studiengang. Nicht nur bisher erbrachte schulische und akademische Leistungen, sondern auch gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände werden bei der Auswahl der Stipendiaten berücksichtigt. Das Deutschlandstipendium ist das größte öffentlich-private Projekt im Bildungsbereich, das es in Deutschland je gab.

 

(Quelle: www.htwsaar.de)

 

Weitere Informationen auf www.htwsaar.de/studium/finanzen/stipendien/deutschlandstipendium.