Neuer Masterstudiengang „Translation Science and Technology“

19. September 2016


Die Forschungsmethoden der Sprach- und Übersetzungswissenschaft und ihre Anwendung in der Sprachtechnologie – das sind die Inhalte des neuen Masterstudiengangs „Translation Science and Technology“ an der Universität des Saarlandes. Ziel des viersemestrigen Masterprogramms ist es, die Studenten für moderne Arbeitsprozesse in der mehrsprachigen Kommunikation zu qualifizieren. Eine Bewerbung ist bis 30. September 2016 möglich.

 

In Europa nimmt der Bedarf an gut ausgebildeten Übersetzerinnen und Übersetzern ständig zu. Sie so auszubilden, dass sie eine hohe Kompetenz im Umgang mit Sprachtechnologien besitzen, ist Ziel des neuen Masterstudiengangs „Translation Science and Technology“. Das Programm vermittelt eine integrierte sprachwissenschaftliche und sprachtechnologische Ausbildung, darüber hinaus erwerben die Saarbrücker Masterstudenten fundierte Übersetzungs-Kompetenzen. Der Studiengang ist sowohl praxis- als auch forschungsorientiert; Absolventen haben somit auch die Möglichkeit, eine akademische Laufbahn einzuschlagen.

 

Ein Schwerpunkt des Studienprogramms liegt auf neuen Methoden der Sprachtechnologie. Hierzu gehört der Umgang mit verschiedenen elektronischen Werkzeugen: beispielsweise für maschinelle Übersetzungen, Wissensrepräsentationssysteme oder für Systeme zur Terminologieerstellung und -verwaltung. Die Studenten lernen außerdem, Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen zu programmieren (Skriptprogrammierung) oder in Content Management Systemen kompetent mehrsprachig zu arbeiten. Die Sprachwissenschaft (Linguistik) vermittelt unter anderem, wie die Produktion und das Verstehen von Sprache funktionieren. Wie sich dies auf Computer übertragen lässt, lernen Studenten in der Computerlinguistik; in der Korpuslinguistik, einer weiteren Unterdisziplin, erfahren sie, wie man mit so genannten Sprach-Korpora umgeht – großen Datenmengen, die bei der technologiebasierten Textanalyse anfallen.

 

Im Bereich Übersetzen lernen Studenten, Texte in Abhängigkeit von der Situation, vom kulturellen Kontext und vom jeweiligen Medium zu produzieren, zu übersetzen und zu evaluieren. Weitere Schwerpunkte sind Fachkommunikation, Terminologielehre und Wissensmanagement. Auch die mündliche Kommunikation wird trainiert.

 

Zu den potenziellen Arbeitgebern für Absolventen gehören Übersetzungsbüros, weltweit agierende Sprachdienstleister, Industriekonzerne und Behörden. Auch große internationale Organisationen und die Europäische Union haben einen hohen Bedarf an kompetenten Übersetzern.

 

Im Masterstudiengang wird die Grundsprache Deutsch (muttersprachliche Kompetenz) mit Englisch sowie einer romanischen Sprache kombiniert; zur Auswahl stehen Französisch, Italienisch und  Spanisch.

 

Zulassungsvoraussetzung  ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium, in der Regel ein einschlägiger Bachelorabschluss, darüber hinaus sind Kenntnisse und Kompetenzen in den beiden gewählten Sprachen notwendig (auf  Niveaustufe C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen). 

 

Weitere Informationen auf www.uni-saarland.de/master/studienangebot/sprachlit/translation.