Kaiserslauterer Ingenieure erforschen feste Schmiersysteme

31. Juli 2017


Um Reibung und Verschleiß zu verringern, kommen Schmiermittel wie Öle, Fette oder Gase in Maschinen zum Einsatz. Dies ist aber nicht immer möglich, etwa bei Vakuumtechnologien in der Raumfahrt oder Medizintechnik. Hier finden stattdessen Festschmierstoffe Verwendung, die auf die Oberflächen der Bauteile aufgebracht werden. Bislang ist wenig über die Eigenschaften solcher Stoffe bekannt, vor allem wenn sie hohen Belastungen ausgesetzt sind. In einem neuen Schwerpunktprogramm (SPP) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) werden Forscher um Professor Dr. Bernd Sauer von der TU Kaiserslautern dies genauer untersuchen. Die DFG fördert die Arbeiten ab 2018 zunächst für drei Jahre.

 

Schmiermittel sind für Maschinen wie Antriebe und Motoren unerlässlich: Sie verringern die Reibung und sorgen dafür, dass sie nicht heiß laufen. Meist handelt es sich hierbei um Flüssigkeiten wie Öle oder aber Gase. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von fluiden Schmierstoffen. „Diese können aber nicht in allen technischen Systemen zum Einsatz kommen“, sagt Professor Dr. Bernd Sauer, der an der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern den Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik innehat. „Im Vakuum würden sie zum Beispiel direkt verdampfen, wie dies etwa bei der Raumfahrt der Fall ist.“

 

Eine Alternative stellen daher feste Schmierstoffe dar. „Sie werden auf die Oberfläche der Bauteile aufgetragen“, fährt Sauer fort. „Zwischen den beiden aufeinander reibenden Oberflächen bildet sich dabei eine Transferschicht aus. Im laufenden Betrieb kommt es durch Verschleiß fortwährend zu einem Schichtabbau. Gleichzeitig nutzt man hier aber Mechanismen, die einen erneuten oder kontinuierlichen Aufbau der Feststoffschmierschicht bewirken.“

 

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