IZPF: Sichere Schraubverbindungen mit standardisiertem Ultraschallverfahren

17. September 2018


Schraubenverbindungen im Bereich der Energiegewinnung, z. B. bei Windrädern, auf Bohrinseln oder in Industrieanlagen, stellen höchste Anforderungen an eine verlässliche und genaue Zustandsüberwachung. Wissenschaftler des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken und des Instituts für Werkstoffkunde (IfW) entwickeln derzeit eine genormte, branchenübergreifende Methode, deren Einsatz die Überprüfung von eingebauten Schrauben wesentlich verbessern soll – eine aussagekräftige und vielseitig einsetzbare Ultraschallmethode, mit der die Vorspannkraft eingebauter Schrauben ohne vorheriges Kalibrieren überprüft werden soll.

 

„Anhand der Geschwindigkeit von zwei Ultraschallwellenarten wollen wir mit einem angepassten Verfahren den genauen Spannungszustand der Schrauben bestimmen. Je langsamer sich die beiden Ultraschallwellenarten durch die Schrauben bewegen, umso höher ist die Vorspannkraft, d. h. Veränderungen der Vorspannkraft können auch noch Jahre nach dem Einbau gemessen werden“, erklärt Michael Becker, projektverantwortlicher Ingenieur am Fraunhofer IZFP.

 

An dem Forschungsvorhaben sind auch mehrere KMU beteiligt, die großes wirtschaftliches Interesse an einer standardisierten, branchenübergreifenden Verfahrensentwicklung haben – insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Anlagenbau, Überwachung und Instandhaltung, Prüfgeräteherstellung und Schraubenauslegung profitieren.

 

Weitere Informationen auf http://idw-online.de/de/news699688.