IZFP: Großgusskomponenten umweltschonend hergestellt

26. Mai 2015


Um auf dem internationalen Markt für eisenverarbeitende Anwendungen mithalten zu können, ist eine leistungsfähige und ressourcenschonende Herstellung von Großgusskomponenten zunehmend unabdingbar. Insbesondere bei der Herstellung von Gussbauteilen aus dem Bereich der regenerativen Energien wie Windenergieanlagen (WEA) führen mit Dross* verunreinigte Großgussbauteile aus Gusseisen mit Kugelgraphit (GJS) zu hohem finanziellem, personellem und auch energetischem Mehraufwand: Oftmals müssen diese Bauteile in manueller und sehr zeitaufwändiger Handarbeit bearbeitet bzw. nachgebessert werden. Als Dross werden Fehlstellen aufgrund oxidischer Einschlüsse/Verunreinigungen bezeichnet: Bauteile, die jegliche Form dieser Gefügefehler aufweisen, werden insbesondere in der Windenergie nicht zur Anwendung freigegeben.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP in Saarbrücken beschäftigen sich seit über 40 Jahren mit der Neu- und Weiterentwicklung von zerstörungsfreien Prüfmethoden. "Es hat sich gezeigt, dass einige zerstörungsfreie Prüfverfahren großes Potenzial dafür aufweisen, diese Verunreinigungen genauer nachzuweisen und zu charakterisieren. Unser Part im Forschungsvorhaben unverDROSSen besteht darin, vorhandene ZfP-Verfahren weiterzuentwickeln und gegebenenfalls neue Verfahren aus der Forschung in die Anwendung zu überführen", erklärt Dr. Jochen Kurz, Abteilungsleiter Materialcharakterisierung am Fraunhofer IZFP. Hierbei ist hinsichtlich der betriebsfesten Auslegung, die vom Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF untersucht werden wird, eine enge Zusammenarbeit der beiden Fraunhofer-Institute erforderlich.

(Quelle: http://idw-online.de/de/news626661)