Iran: Potenziale für Saarwirtschaft nach „Implementation Day“

24. Januar 2016


Fast ein auf den Tag genau ein halbes Jahr nach dem Abschluss des Atomabkommens mit der Islamischen Republik Iran ist es soweit: mit dem "Implementation Day" wird jetzt der Abbau der EU-Sanktionen gegen den Iran  rechtskräftig eingeleitet. Ab dem 16. Januar 2016 werden nun und nach die internationalen Sanktionen gegen das Land werden nun Schritt für Schritt aufgehoben.

 

Zunächst sind nur nicht unmittelbar proliferationsbezogenen Wirtschafts- und Finanz-sanktionen betroffen. Darüber hinaus werden schrittweise Unternehmen und Personen, insbesondere aus dem Energie- und Finanzsektor, entlistet.  Das UN-Waffenembargo bleibt noch bis zum Ende des "Transition Day" etwa 2023 bestehen. Mit der vollständigen Aufhebung aller Beschränkungen der Vereinten Nationen, inklusive des Nuklearbereiches, ist nicht vor dem "Termination Day" im Jahr 2025 zu rechnen.

 

Für die saarländische Wirtschaft, die vor dem Embargo über gute Kontakte in den Iran verfügte, bieten sich nun neue Potenziale. Insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau und -zulieferbereich bieten sich aufgrund des Nachhol- und Modernisierungsbedarfs gute Chancen. Bis von einem Normalzustand in den wirtschaftlichen Beziehungen gesprochen werden kann, wird aber noch einige Zeit vergehen. 

 

Interessierten Firmen werden saar.is und IHK aber in Kürze Informationsveranstaltungen mit Iran-Experten anbieten.

 

Aktuelle Informationen zum Sachstand können u. a. hier abgerufen werden:

 

http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Recht-Zoll/Zoll/eu-customs-trade-news,t=euiran--restriktive-massnahmen,did=1395182.html

 

http://www.ausfuhrkontrolle.info/ausfuhrkontrolle/de/embargos/iran/index.html

 

http://www.dihk.de/themenfelder/international/news?m=2016-01-18-treier-iran