INM: Verbesserte Strahlenverträglichkeit

14. Januar 2019


Wissenschaftler des INM - Leibniz-Institut für Neue Materialien, Saarbrücken, Deutschland, entwickelten eine stark verbesserte Mikroskopiemethode zur Untersuchung von Proteinen im hydratisierten Zustand: Die Verwendung einer Graphen-Flüssigkeitszelle für die Transmissionselektronenmikroskopie von Proteinen führte zu einer um eine Größenordnung höheren Strahlenverträglichkeit einer Proteinprobe im Vergleich zu Proben in amorphem Eis.

 

Normalerweise werden Proben chemisch fixiert, mit einem Metall gefärbt, um ihren Kontrast zu verbessern, anschließend getrocknet, in Plastik eingebettet, geschnitten und dann in der für die Elektronenmikroskopie erforderlichen Vakuumumgebung aufgenommen. Die Kryoelektronenmikroskopie überwindet die mit dieser Probenpräparierung verbundenen Nachteile und bietet die Möglichkeit, Proteine in einem nahezu nativen hydratisierten Zustand zu untersuchen. Dazu werden die Proben in amorphem Eis hergestellt. Eine wichtige Voraussetzung ist die hohe Empfindlichkeit der Proben gegenüber Elektronenstrahlbestrahlung. Meistens verhindert statistisches Rauschen im Bild eine hohe Auflösung. Eine Struktur kann dann jedoch ermittelt werden, wenn viele zehntausend verrauschte Bilder identischer Strukturen aufgenommen werden.

 

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