htw saar-Gründerteam bereitet Messtechnikproduktion im Saarland vor

30. Mai 2016


Die htw saar erhält 682.120 € vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms EXIST-Forschungstransfer. Damit wird eine forschungsintensive, technologieorientierte Unternehmensausgründung der htw saar im Bereich der Ingenieurwissenschaften vorbereitet.

 

Eine neue Generation von Produkten der Kraft- und Drucksensorik, basierend auf jahrelanger saarländischer Spitzenforschung, das ist das unternehmerische Ziel einer geplanten Ausgründung aus den Ingenieurwissenschaften der htw saar. Erstes Produkt wird ein hochempfindlicher Folien-Dehnungsmessstreifen (Folien-DMS) sein. Folien-DMS sind ein Massenprodukt, sie werden seit Jahrzehnten in der Industrie weltweit eingesetzt. In unzähligen Varianten sind sie wichtiger Bestandteil von Sensoren zur Messung von Druck, Kraft oder Gewicht.

 

Eine von der Forschungsgruppe Sensorik und Dünnschichttechnik der htw saar unter Leitung von Prof. Dr. Günter Schultes entwickelte Plattformtechnologie auf Basis metallhaltiger, nanoskaliger Kohlenstoff-Sensorschichten hat nun das Potenzial, die bestehende Messtechnik um den Faktor 10 zu verfeinern. Das ermöglicht nicht nur bessere Sensoren für bestehende Anwendungen, sondern eröffnet auch vielfältige neue Applikationen zum Beispiel in der Automobil- oder der Luft- und Raumfahrtindustrie.

 

Das Gründerteam, bestehend aus Dr. Matthäus Langosch, Dr. Benjamin Weber, Dipl.-Ing. Dirk Göttel, und M.Sc. Mario Cerino, kann nun mit Hilfe der EXIST-Förderung in den nächsten 18 Monaten insbesondere den Fertigungsprozess verfeinern und die Ausgründung betriebswirtschaftlich vorbereiten.

 

Die Wissenschaftler wurden bei der erfolgreichen Antragstellung und Vorbereitung der Ausgründung u. a. intensiv beraten vom FITT, welches seit Sommer 2015 vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft erstmals EFRE-Mittel zur Finanzierung der Existenzgründungsberatung an der htw saar erhält.