Herausforderung Cloud und Crowd: Wertschöpfungssysteme der Zukunft

25. Juli 2016


Das Paradigma der Cloud revolutioniert die Wertschöpfungssysteme der Zukunft. Internet of Things, neue Plattformstrategien, Crowdsourcing, Industrie 4.0, Big Data und Mobile sind erst auf der Grundlage von Cloud-Strategien möglich. Das seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Herausforderung Cloud und Crowd“ analysiert in Kooperation mit Vorreiterunternehmen der Digitalisierung die neuen cloud-basierten Geschäftsmodelle und Wertschöpfungssysteme sowie Crowdsourcing als neues Organisationskonzept von Arbeit.

 

„Die Cloud ist mehr als eine bloße IT-Lösung“, erklärt Projektkoordinator PD Dr. Andreas Boes. „Sie verwandelt die Welt der digitalen Daten in einen offenen sozialen Handlungsraum. Dies ermöglicht fluide und offene Wertschöpfungssysteme und schafft das Fundament für Plattformstrategien und das Prinzip der Crowd.“ Das Projekt fragt deswegen nicht nur nach den Potenzialen von Cloud- und Crowd-Konzepten, sondern auch nach den Möglichkeiten der nachhaltigen Gestaltung der Wertschöpfungssysteme der Zukunft.

 

Unter Federführung des Instituts für Sozialwissenschaftliche Forschung München (ISF) nehmen die Verbundpartner aus Forschung, Gewerkschaften und der Beratungsbranche „Cloud und Crowd“ aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick. Im Fokus stehen dabei die Konzepte und Strategien von Vorreiterunternehmen, die Crowdsourcing-Plattformen in ihrer Funktion als Intermediäre und die „Soloselbstständigen“, die in der Cloud ihre Leistungen anbieten.

 

Das Teilprojekt des ISF widmet sich den Strategien führender Unternehmen aus der ITK-, der Automobil- und der Elektrotechnikbranche und ihren neuen cloud-basierten Geschäftsmodellen, Wertschöpfungssystemen und neuen Organisationskonzepten von Arbeit. Mit den Crowdsourcing-Plattformen, die als innovative Dienstleistungssysteme der Zukunft zwischen Unternehmen und Crowdsourcees vermitteln, befasst sich das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik der Universität Kassel. „Wir betrachten diese Plattformen nicht isoliert aus einer rein technischen Sicht, sondern untersuchen ihre spezifische Rolle in einem komplexen Dienstleistungssystem“, betont Fachgebietsleiter Prof. Dr. Jan Marco Leimeister. Ziel sei es, auf der Grundlage konkreter Praxisbeispiele nachhaltige Lösungen für Crowdsourcing-Projekte zu entwickeln.

 

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