Großes Ziel: Saarland, familienfreundlichstes Bundesland!

29. März 2016


Monika Bachmann, Ministerin für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport des Saarlandes, weiß aus langjähriger Erfahrung: Erwerbstätige Frauen und Männer von heute wünschen sich Familie und berufliches Fortkommen gleichermaßen. Kinder und pflegebedürftige Eltern machen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber häufig unmöglich. Nur 14 % der Familien können ihrem Lebenswunsch nachkommen. Viel zu wenig angesichts der Tatsache, dass 2030 100.000 Mitarbeiter allein im Saarland fehlen werden. Ein guter Grund für die Landesregierung, IHK Saarland und saar.is, sich zusammen zu tun und sich gemeinsam für Familienfreundlichkeit einzusetzen. Besiegelt jetzt in einem Kooperationsvertrag.

 

Etwa 100.000 Mitarbeiter werden der saarländischen Wirtschaft in 15 Jahren fehlen. Dies entspricht der Einwohnerzahl der Mittelstädte Merzig und St. Ingbert! Zahlen, die schockieren und die zeigen, es muss sich etwas tun beim Thema Fachkräftesicherung. Firmen und Institutionen sind gezwungen umzudenken: „Sie müssen sich bei Fachkräften vorstellen und diese von ihrer Arbeitgeberattraktivität überzeugen“, erklären saar.is Geschäftsführer Christoph Lang und Referentin Ute Knerr bei der Unterschrift des Kooperationsvertrags zwischen Landesregierung, IHK Saarland und saar.is. Gemeinsam möchten die drei Institutionen für familienfreundliche Unternehmen im Saarland werben.

 

„Unser Ziel ist es, das familien­freundlichste Bundesland zu werden“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Heino Klingen. Mittlerweile hätten bereits 172 Unternehmen im Saarland mit dem Gütesiegel „Familienfreundliches Unternehmen“ zertifiziert werden können. Er sehe den Kooperationsvertrag als wichtiges Element beim Thema Fachkräftesicherung. Handlungsfelder – wie Familienbewusste Arbeitszeit, Väterverantwortung oder betriebsnahe Kinderbetreuung – sind Themen in der Vereinbarung.

 

KMU gewinnen durch persönliche Beziehungen

 

Mit aktuell knapp 48 % ist die Beschäftigungsquote von Frauen im Saarland noch immer viel zu niedrig, sind sich alle einig. Mit dem Kooperationsvertrag ist der Anfang gemacht, noch enger auch auf institutioneller Basis zusammen zu arbeiten. Eine große Herausforderung, die die drei Partner gemeinsam bewältigen möchten: „Wir müssen gemeinsam in der Wirtschaft viel Werbung machen. Dafür gehen wir in die Unternehmen und putzen auch mal die Klinken“, so Ministerin Bachmann. Denn kleine und mittlere Unternehmen können zwar häufig nicht auf der Organisationsebene punkten, sich aber in der persönlichen Beziehung Wettbewerbsvorteile gegenüber den Großen verschaffen. Wenn der Chef auf die individuellen Bedürfnisse seiner Belegschaft flexibel eingeht, spricht sich das herum.

 

Dass das Thema Arbeitgeberattraktivität in der saarländischen Wirtschaft erkannt ist, beweist auch die rapide und deutliche Zunahme von Unternehmen, die teilnehmen am Wettbewerb „Unternehmen Familie“, den IHK Saarland, Handwerkskammer, VSU und die Landesregierung alle zwei Jahre ausloben.

 

An saar.is angegliedert ist seit 2008 die Servicestelle Arbeiten und Leben im Saarland. In persönlichen Gesprächen sensibilisieren, analysieren und beraten saar.is-Mitarbeiter die Unternehmen. Netzwerke von familienfreundlichen Betrieben, die sich gegenseitig austauschen und voneinander lernen können, vervollständigen die Dienstleistungen.

 

 

Bildunterschrift:
Ministerin Monika Bachmann, Dr. Heino Klingen (Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland, rechts im Bild) und Christoph Lang (saar.is-Geschäftsführer)
 

 

Kontakt:
Ute Knerr
Familienfreundliche Unternehmensführung
Tel.: 0681 9520-460
Fax.: 0681 5846125
E-Mail: ute.knerr@saar-is.de