Grenzübergreifende Zusammenarbeit: Interreg V gut angelaufen

26. September 2016


Für Umweltschutz und Forschung werden 36 Mio. € EU-Mittel eingesetzt. Im Oktober stehen weitere Entscheidungen an. Das Wirtschaftsministerium stellt zusätzlich zur EU-Förderung 1,1 Mio. € für saarländische Partner bereit, die an drei für die Großregion wichtigen strategischen Projekten beteiligt sind.

 

Robotix Academy
Die Robotisierung der Produktion entwickelt sich dynamisch und wird immer mehr zu einem Wettbewerbsfaktor. Kleine und mittlere Unternehmen verfügen aber oft nicht über das nötige Know-how, um innovative Schlüsseltechnologien einzusetzen. Deshalb plant das ZeMA (Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik) gemeinsam mit Universitäten aus der Großregion den Aufbau einer interregionalen Kooperations- und Schulungsplattform. An der Schnittstelle zwischen Hochschulen und Wirtschaft soll die Robotix Academy unter anderem Qualifizierungsangebote machen. Ziel ist es, dass KMU-Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, Forschungsergebnisse schneller in die betriebliche Praxis zu übertragen. Durch die gemeinsame Nutzung von Anlagen sowie die Bündelung von Forschungskompetenz über die Grenzen hinweg sollen außerdem die Sichtbarkeit und die Attraktivität der Großregion als Industrie-4.0-Standort für Fachkräfte und Ingenieure erhöht werden.

 

Persephone
Zusammen mit Forschungsinstituten und Landwirtschaftsbetrieben aus den Partnerregionen hat das Saarbrücker Institut für Zukunftsenergiesysteme vor, neue Verwertungsmöglichkeiten für Gär-Reste aus der Biogaserzeugung zu untersuchen.

 

Fachstelle für grenzüberschreitende Ausbildung
Unter der Federführung der Verbundausbildung Untere Saar (VAUS) und in Kooperation mit dem saarländischen Ministerium für Bildung und Kultur, dem Lothringer „GIP Formation tout au long de la vie“ sowie dem Eurodistrict Saar Moselle bietet die Fachstelle jungen Menschen aus dem Saarland, Lothringen und aus Rheinland-Pfalz ein sprachlich begleitetes Praktikum in Betrieben jeweils auf der anderen Seite der Grenze an. Durch interkulturelle und praktische Erfahrungen im Nachbarland erhöhen Jugendliche ihre Beschäftigungsfähigkeit und erweitern ihre beruflichen Perspektiven in der Großregion.

 

Das gemeinsame Programm von Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg und der Wallonie kann auf erfolgreicher Zusammenarbeit der Vergangenheit aufbauen. In der Förderperiode 2007 bis 2014 gab es rund 140 Projekte, davon mehr als die Hälfte mit saarländischer Beteiligung.

 

(Quelle: www.saarland.de)