Europäisches Zentrum für Grenzraumforschung in der Großregion

15. Januar 2018


Um der Grenzraumforschung in der Großregion zu internationaler Sichtbarkeit zu verhelfen, bauen die sechs Mitglieder des Verbunds Universität der Großregion – UniGR gemeinsam ein europäisches Zentrum für Grenzraumforschung auf.

 

In diesem interdisziplinären Forschungsbereich, der auch im Deutschen meist mit dem englischen Begriff „Border Studies“ bezeichnet wird, arbeiten hauptsächlich Geistes- und Sozialwissenschaftler zum Thema „Grenzen“. Sie forschen etwa über die Bedeutung und die Auswirkungen wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Grenzen. Für das in dieser Form einzigartige wissenschaftliche Zentrum erhalten die Projektpartner von der Europäischen Union eine Förderung von insgesamt etwa zwei Mio. Euro, verteilt über drei Jahre.

 

In der grenzüberschreitenden Großregion zwischen dem Saarland, Lothringen, Luxemburg, Wallonien und Rheinland-Pfalz sind viele Menschen täglich mit Grenzen konfrontiert: Pendler auf dem Weg zur Arbeit, aber auch Verwaltungen und Wirtschaftsunternehmen. Das neue europäische Zentrum soll helfen, den Austausch zwischen diesen regionalen Akteuren und der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Grenzen zu erleichtern. So ist etwa geplant, in einem dreisprachigen Glossar (auf Deutsch, Englisch und Französisch) zentrale Begriffe der Border Studies zu erläutern und in einer Datenbank wichtige Dokumente und Informationen zu grenzüberschreitenden Studien ebenfalls dreisprachig zur Verfügung zu stellen. Weitere Aktivitäten des Zentrums umfassen wissenschaftliche sowie öffentliche Veranstaltungen rund um das Thema Grenzraumforschung.

 

Auch die Studierenden der sechs Universitäten in der Großregion werden von dem Projekt profitieren. Um die grenzüberschreitende und mehrsprachige Lehre zu vereinfachen, sollen Lösungen im Bereich des Blended Learning entwickelt werden, bei dem Präsenzveranstaltungen mit modernen Formen des E-Learning verknüpft werden.