EU: Mehr Investitionen in Risikokapital und soziale Unternehmen

22. August 2016


Die Europäische Kommission hat soeben Änderungen der Verordnungen über Europäische Risikokapitalfonds (EuVECA) und Europäische Fonds für soziales Unternehmertum (EuSEF) vorgeschlagen und damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Schaffung der Kapitalmarktunion getan. Ziel des Vorschlags ist es, Investitionen in Risikokapital und soziale Projekte zu stimulieren.

 

Gleichzeitig soll es für die Anleger einfacher gemacht werden, in innovative kleine und mittlere Unternehmen zu investieren. So schlägt die Kommission unter anderem vor, das EuVECA- und EuSEF-Gütesiegel Fondsverwaltern jeder Größenordnung zugänglich zu machen und den Kreis der Unternehmen, in die investiert werden kann, zu erweitern.

 

Ferner soll nach Wunsch der Kommission die grenzüberschreitende Vermarktung von EuVECA- und EuSEF-Fonds billiger und einfacher werden. Zu diesem Zweck wird die Erhebung von Gebühren durch die Mitgliedstaaten ausdrücklich verboten und das Zulassungsverfahren vereinfacht.

 

Diese Reformen sind Teil eines Maßnahmenpakets der Europäischen Kommission zur Förderung des Risikokapitals in Europa. Dazu gehören der Einsatz von EU-Haushaltsmitteln zur Mobilisierung von Kapital großer institutioneller Anleger über einen europaweiten Risikokapital-Dachfonds sowie die Förderung bewährter Praktiken bei nationalen Steueranreizen für Risikokapital zur Förderung von Investitionen in KMU und Start-ups. Die Kommission wird außerdem technische Hilfe für Mitgliedstaaten leisten, die marktbasierte Finanzierungen, einschließlich Risikokapital, weiterentwickeln wollen.

 

Weitere Informationen auf:
http://ec.europa.eu/germany /news/kapitalmarktunion-mehr-investitionen-risikokapital-und-soziale-unternehmen_de