EU-Bürgschaftsprogramm für Kultur- und Kreativwirtschaft

8. August 2016


Kleine und mittlere Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in der EU sollen ab Ende dieses Jahres leichter Kredite bekommen. Dafür haben heute die Europäische Kommission und der Europäische Investitionsfonds (EIF) ein 121 Mio Euro schweres europäisches Bürgschaftsprogramm aufgelegt, das durch die Banken um mindestens 600 Mio. Euro aufgestockt werden soll.

 

Das neue Bürgschaftsprogramm betrifft viele Bereiche des Kreativsektors, wie beispielsweise den audiovisuellen Bereich (Film, Fernsehen, Trickfilm, Videospiele und Multimedia), Festivals, Musik, Literatur, Architektur, Archive, Bibliotheken und Museen, Kunsthandwerk, Kulturerbe, Design, darstellende Kunst, Verlagswesen, Hörfunk und bildende Kunst. Es wird vom EIF im Namen der Europäischen Kommission verwaltet. Europäische KMU dürften schon ab Ende dieses Jahres von dem Programm profitieren können.

 

Nun wird der EIF eine Aufforderung zur Interessenbekundung veröffentlichen, auf die sich die in Frage kommenden Finanzinstitute (Banken, Garantieeinrichtungen, Fonds usw.) bewerben können. Im Anschluss an ein sorgfältig durchgeführtes Auswahlverfahren wird der EIF die Finanzvermittler auswählen, die die neuen Finanzmittel dann an KMU in den anvisierten Sektoren vergeben können. Die Finanzvermittler werden ausführlich über die Finanzprodukte, die sie den KMU anbieten, und über deren Inanspruchnahme Bericht erstatten.

 

Informationen zum Programm Kreatives Europa auf https://eacea.ec.europa.eu/kreatives-europa_de.