etatronix GmbH: Mit Forschungsförderung zum Alleinstellungsmerkmal

9. April 2018


Das 2014 in St. Wendel gegründete Technologieunternehmen, das kundenspezifisch optimierte Systeme zur kontaktlosen Energieübertragung entwickelt, profitiert von einem Forschungsförderprogramm des Landes. Mit der Unterstützung von saaris wurde 2017 die Einstellung eines Softwarespezialisten gefördert, der etatronix zu einem Alleinstellungsmerkmal verhilft.

 

Die etatronix GmbH ist auf die kundenspezifische Entwicklung der Energieversorgung von Geräten und Systemen spezialisiert. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei Systeme zur kontakt- und kabellosen Energieübertragung für industrielle und medizinische Anwendungen. Unter Einsatz innovativer Technologien bietet etatronix Lösungen im Leistungsbereich unter 10 kW an. „Während es im kleinen Leistungsbereich, beispielsweise um Smartphones kabelfrei zu laden, „Qi“ schon als Standard gibt, bieten wir unseren Kunden Komplettlösungen für industrielle Anwendungen im höheren Leistungsbereich an“, so Dominik Huwig, Geschäftsführer des jungen Unternehmens. Als Beispiel nennt er das kontaktlose Laden einer OP-Säge, das jetzt auch ohne Kabel möglich ist. Dies macht die Desinfektion medizinischer Werkzeuge besonders einfach. Oder Anwendungen im explosionsgeschützten Bereich wie zum Beispiel inRaffinerien oder Mühlen, wo ganz besonders hohe Anforderungen an die verwendete Elektronik gestellt werden. „Hier arbeiten wir zum Beispiel nicht mit Metallkontakten, sondern mit einfachen Kunststoffoberflächen, was den Kontaktfunken gänzlich ausschließt.“

 

Innovation: Einsparung von Hardware und Elektronik beim Batteriemanagementsystem
Den Kunden liefert etatronix einen „All-Inclusive-Service“, wobei oft auch eine Batterie inbegriffen ist. Diese Batterie benötigt zwingend ein Batteriemanagementsystem, das zahlreiche Sicherheits-, Überwachungs- und Komfortfunktionen übernimmt. So beispielsweise eine Batterieladungsstandanzeige oder der aktuelle Zustand (State of Health) der Batterie. An diesem Punkt hatte das Entwicklungsteam um Geschäftsführer Huwig die Idee, dieses Management mit der bereits zur kabellosen Energieübertragung vorhandenen Hardware unter Einsatz digitaler Algorithmen durchzuführen. „Ein Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt, denn mit der jetzt kleineren Lösung gehen ein geringerer Platzbedarf und weniger Umweltbelastung einher, die vollständige Elektronik für das Managementsystem entfällt. Die Elektronik sowie der Mikrocontroller des kabellosen Übertragungssystems übernehmen nun diese Aufgabe. Als erstes Produkt wird das kabellose exm10-Modul mit dieser Funktionalität erweitert. Die Nachfrage nach einer hochintegrierten, kabellosen Ladelösung ist groß.

 

Wachstum mit weiteren Hochschul-Kooperationen geplant
Um diese innovative Entwicklung zu realisieren, benötigte es einen Firmware-Spezialisten. „Ein perfektes Projekt für die Forschungsförderung des Landes“, so Patrick Rosar, der die etatronix GmbH bei der Antragstellung begleitete. Mit Erfolg. Seit einem halben Jahr arbeitet nun ein Hard- und Firmware-Spezialist an der neuen Entwicklung. Das Technologieunternehmen will weiter wachsen. Langfristig benötigt es neue Mitarbeiter wie Elektro-Ingenieure und Elektrotechniker. Schon jetzt möchte Dominik Huwig seine Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen weiter ausbauen: „Wir freuen uns über Werkstudenten oder Abschlussarbeiten, die wir betreuen dürfen.“


Ansprechpartner

Patrick Rosar

Innovationen

Tel.: 0681 9520-451

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: patrick.rosar@saaris.de

Dominik Huwig, Daniel Saulheimer, Christian Wern