Erfindungen aus dem Saarland: Hager Group initiiert Kooperation

5. Februar 2018


Die Blieskasteler Hager Group mit Standorten in der ganzen Welt hat derzeit 3.000 in Kraft befindliche Patente. Zu einem Erfahrungsaustausch lud das innovative Elektrotechnik-Unternehmen Vertreter der deutschen und französischen Patentämter ein. Mitarbeiter des Patentinformationszentrums Straßburg (INPI) und des bei saaris angesiedelten Patent- und Markenzentrums Saar (PMZ) sowie die Spezialisten der Patentabteilungen von Hager Blieskastel und Hager Obernai trafen sich in Blieskastel.

 

Ziel des Treffens war es, Kooperationsmöglichkeiten zu finden, die Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze bei ihren Patentanmeldungen und deren Überwachung zusätzlich unterstützen. Die Hager Group hat allein 2017 90 Patente veröffentlicht. Hager hat ein entsprechend großes Interesse am Thema und freut sich über konkrete Ideen für zukünftige Kooperationen. So ist nach dem Erfahrungsaustausch bereits für 2018 eine gemeinsame Vorstellung der beiden Patentinstitutionen in Saarbrücken angedacht. Innovative Unternehmen, die mit dem Nachbarland Frankreich eng kooperieren, können dort wichtige Informationen zu den Themen Schutzrechtsanmeldung und -überwachung in beiden Ländern erhalten sowie auch Antworten auf für ihren Betrieb relevante Fragen. Bereits 2016 gab es eine solche Veranstaltung. Damals stellten sich das französische und deutsche Patentrecht noch unabhängig voneinander vor.

 

Das erfolgreiche Unternehmen, das im wahrsten Sinne des Wortes geballte Kompetenz in Sachen Elektrotechnik unter einem Dach vertreibt, hat viel Erfahrung in Sachen Patente. Wir sprachen mit Pierre Albe, Leiter der Patentabteilung Hager Group:

 

Herr Albe, welche Rolle spielen Patente in der HAGER Group?
Patente sind gewerbliche Schutzrechte, mit denen wir die technischen Erfindungen unserer Produkte im jeweiligen Verkaufsland schützen und uns somit gegen Fälschungen wehren können. Dank dieser Titel können wir uns gegen Fälschungen unserer Produkte wehren und diese anfechten. Patente und Patentanmeldungen sind eng mit unserer Innovationsaktivität verbunden und ermöglichen es uns, unsere Marktanteile in den betreffenden Ländern zu erhalten. Darüber hinaus helfen sie uns Partnerschaften mit den Wirtschaftsakteuren in unserem Industrie-Sektor zu schließen.

 

Können Sie uns eines Ihrer zahlreichen Patente, die bereits auf dem Markt sind, näher erklären?
Wir haben auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas eine neue Lösung präsentiert mit dem Namen ‚hello‘. Dieses Plug-in Gerät, das im Verteilerschrank eingebaut wird, informiert den Endkunden mithilfe einer App über etwaige elektrische Störfälle zu Hause, also zum Beispiel wenn die Sicherung vom Kühlschrank herausspringt. Das Produkt wird im Frühjahr 2018 auf den französischen Markt gebracht. Die Zusammenarbeit der Innovations-, Entwicklungs-, sowie Patentabteilung hat es ermöglicht, Anmeldungen für zwei verschiedene Patente zum Schutz der Innovationen, die in diesem Produkt stecken, auf den Weg zu bringen. Dabei geht es um die Technik, die den Störfall erkennt und die Art und Weise, wie die Information über die App an den Endkunden kommuniziert wird.

 

Was nehmen Sie mit aus dem Austausch mit saaris und INPI?
Wir haben durch das Treffen mit saaris und INPI einen besseren Einblick erhalten in die Aufgabenbereiche und das Netzwerk dieser beiden Institutionen. Dadurch können wir unser Patentportfolio in Zukunft noch besser verwalten und einen besseren Zugang zu Informationen erhalten bezüglich neuer Technologien und Akteure, die auf den Markt kommen.


Ansprechpartner

Jörg Schlimmer

Patente / Schutzrechte

Tel.: 0681 9520-462

Fax.: 0681 583150

E-Mail: joerg.schlimmer@saaris.de

Die Teilnehmer des Treffens bei Hager Blieskastel (links: Jörg Kugler, saaris-Geschäftsführer, rechts: Jörg Schlimmer vom Patent- und Markenzentrum bei saaris)

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