Eigenfertigung lohnt sich für Unternehmen

18. Dezember 2015


Eigenfertigung zahlt sich aus, Outsourcing birgt Risiken. Zu diesem Fazit kommt die Studie „Wertschöpfung lohnt“ der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI.

Ein wesentliches Ergebnis der vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg geförderten Studie ist der signifikant positive Einfluss der unternehmensinternen Wertschöpfungstiefe auf die Gewinnsituation und Produktivität. Insbesondere Outsourcing-Aktivitäten zu ausländischen Zulieferern gilt es deshalb zunehmend kritisch zu hinterfragen. Gerade Baden-württembergische Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes setzen bereits heute auf eine überdurchschnittlich hohe eigene Wertschöpfungstiefe, sollten diese aber für Zukunftsfelder wie etwa die Elektromobilität noch weiter ausbauen. „Auch die Studie macht deutlich: Die baden-württembergischen Industrieunternehmen sind auf dem richtigen Kurs. Sie setzen auf die eigene regionale Wertschöpfung und sind auch deswegen im Wettbewerb ganz vorne dabei", sagte Nils Schmid, Minister für Finanzen und Wirtschaft.

Das Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft und das Fraunhofer- ISI führten gemeinsam die Studie „Wertschöpfung lohnt – Vorteile und Notwendigkeit lokaler Wertschöpfungsketten“ durch. Im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg und des Instituts für Produktionserhaltung e. V. (Infpro) wurde untersucht, wie die Wertschöpfungsketten von deutschen und baden-württembergischen Unternehmen aufgebaut sind und welche Chancen und Risiken damit einhergehen.

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