Digitalisierungsoffensive: Land fördert Investitionen in Wissen und Technik

20. März 2017


Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger will saarländische Betriebe auf ihrem Weg in die digitale Welt noch intensiver unterstützen.

 

Säule 1 der Strategie ist eine erweiterte einzelbetriebliche Investitionsförderung durch Zuschüsse. Werden im Rahmen arbeitsplatzschaffender und -sichernder Projekte technische Anlagen, Maschinen und Softwarelösungen angeschafft, die der Digitalisierung des Betriebes dienen, können ab einem Mindestinvestitionsvolumen von 25.000 Euro Zuschüsse ausgeschüttet werden. Hier geht es auch um die Stärkung des Eigenkapitals und die Verbesserung der Bonität, was vor allem kleinen und mittleren Unternehmen zu gute kommt. Eine Förderung ist jetzt bereits vorgesehen, wenn die Zahl der Arbeitsplätze durch die Investition um 10 % erhöht wird (bisher 15 %). Auch Arbeitsplatzsicherung wird weiterhin unterstützt. Die Obergrenze der förderfähigen Investitionen wurde je zusätzlichem Arbeitsplatz auf 500.000 Euro angehoben (bisher 200.000 Euro). Für die zu sichernden Arbeitsplätze beträgt die Investitionssumme jeweils 250.000 Euro (bisher 100.000 Euro). Bei Ansiedlungen sind 750.000 Euro Investitionssumme pro neu geschaffenem Dauerarbeitsplatz förderfähig. Die Fördersätze wurden für bestimmte Gebiete des Saarlandes angehoben. So können kleine Unternehmen bis zu 30 % ihrer Investition als Zuschuss erhalten. Der Zuführung von Liquidität komme vor allem bei jungen Unternehmen eine Schlüsselfunktion zu.

 

Säule 2 der Strategie ist die berufliche Qualifizierung im Hinblick auf den digitalen Wandel. So bietet im Auftrag des Wirtschaftsministeriums das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft (iso) eine kostenlose Weiterbildungsberatung für saarländische kleine und mittlere Unternehmen an. Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch das Förderprogramm „Kompetenz durch Weiterbildung“ (KdW). 50 % der Seminarkosten für einen Mitarbeiter können bis zu einem Höchstbetrag von 2.000 Euro gefördert werden. Großunternehmen kommt das Ministerium mit einem gesonderten Landesförderprogramm entgegen.