Digitalisierung – so geht’s! Was ist möglich, was kommt im Handel?

18. Februar 2019


Amazon und in Asien Ali Baba machen es vor, wo die Reise im Handel beim Thema Digitalisierung hingeht. Die Riesen geben Gas in der Forschung. Im Saarland arbeiten DFKI und Globus gemeinsam an der digitalen Zukunft im Handel.

 

Die Haushaltsführung des Kunden soll erleichtert werden – ohne lästiges Anstehen an der Kasse, weite Wege oder mangelnde Verfügbarkeit – und: der Einkauf soll ein echtes Erlebnis sein. Seit 2007 arbeiten das Globus Warenhaus und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eng zusammen. „Schon heute können wir für den Kunden neue Dienstleistungen und Mehrwerte durch die Digitalisierung generieren“, erzählt André May, bei Globus für die Umsetzung der Digitalisierung zuständig. Digitale Einkaufslisten durch Apps, Produktinformationen mit Hilfe von QR-Codes, Abholstationen oder Online-Bestellungen und -Lieferungen nach Hause seien heute schon fast Normalität.

 

Zweigleisiger Handel: Stationär plus online
Unterschiedliche Möglichkeiten – sowohl bei der Einkaufsplanung als auch bei dem tatsächlichen Einkauf – sind wichtig, denn der Kunde möchte das Produkt seiner Wahl kaufen, egal wo. Für den Handel bedeutet dies, zweigleisig zu fahren: stationärer Handel plus Online-Shop. Beides muss leicht zugänglich und verfügbar sein. Dass Online allein nicht reicht, zeigt die derzeitige Entwicklung bei Amazon: „In großen Städten eröffnet der US-Riese zunehmend Amazon-Go-Shops, um seinen anspruchsvollen Kunden dort die Erlebnisse und Mehrwerte zu schaffen, die dieser erwartet“, weiß Dr. Gerrit Kahl vom DFKI.

 

Beispiele für Handel der Zukunft
Wie sollte sich der Handel im Saarland JETZT darauf vorbereiten? Der Kunde und seine Bedürfnisse müssen immer im Vordergrund stehen. Digitale Assistenten dienen zur „Beschleunigung“ mittels permanenter Transparenz, spürbarer Zeitersparnis und erlebter Bequemlichkeit. Dies muss mit dem realen Erlebnis und dem persönlichen Austausch mit Menschen im Markt intelligent verbunden werden, was zur „Entschleunigung“ führt. Bei Globus gibt es beispielsweise die Möglichkeit der Vorreservierung an den Frischetheken, was Warenverfügbarkeit garantiert und Zeitersparnis bei der Abholung im Markt bedeutet. Über das eigene Benutzerkonto „Mein Globus“ stehen individuelle Kundendaten an einem zentralen Ort sicher zur Verfügung, welche eine hohe Qualität im Serviceerlebnis im Markt ermöglichen. Keinen Stress mehr an der Kasse und einen permanenten Überblick über den Warenkorb für die Kunden gibt es beim Service „Scan & Go“. In den Startlöchern steht die „Mein Globus App“, welche schrittweise Kundenservices und -Mehrwerte in einer permanent verfügbaren und von überall abrufbaren digitalen Lösung zusammenführt. Ergänzt wird die „Mein Globus App“ um die Planung des Einkaufs durch eine familientaugliche, digitale Einkaufsliste, die einen zusätzlichen Mehrwert in der Haushaltsführung darstellt.

 

Umfangreiche Unterstützung auch bei saaris
Schaut man in die Zukunft, muss sich der Handel auf die Digitalisierung einlassen: Entweder der Inhaber beschäftigt sich selbst mit dem Thema oder er stellt einen Experten ein beziehungsweise vergibt die Softwareaktivitäten nach außen. Kahl nennt gleich ein paar gängige Möglichkeiten, sich mit der Digitalisierung anzufreunden: „Mit Google-Maps ist es verhältnismäßig einfach, auch als Laie und kostenfrei seinen Laden digital sichtbar zu machen. Dazu eine gut gemachte, attraktive Webseite, um das Produktsortiment darzustellen, und als Ausbaustufe hierzu ein Webshop.“ Kommunen bieten zunehmend Plattformen an, auf denen sich die Geschäfte online präsentieren können. saaris unterstützt mit Veranstaltungen und individuellen Beratungen, gerade für kleine und mittlere Unternehmen, und engagiert sich bei der Gründung eines „Zukunftsforum Handel“.


Ansprechpartner

Sabine Betzholz-Schlüter

Mittelstand 4.0/ Digitalisierung

Tel.: 0681 9520-474

Fax.: 0681 5846125

E-Mail: sabine.betzholz-schlueter@saaris.de

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