Designetz im Bundesförderprogramm SINTEG

15. Januar 2016



Deutschland hat sich für die Energiewende entschieden und geht im internationalen Vergleich mit gutem Beispiel vorweg. Bis zum Jahr 2022 soll der Ausstieg aus der Atomenergie vollzogen sein. Bis 2050 sollen die Treibhausemissionen um 95% reduziert, der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 80% gesteigert werden. Das sind gewaltige Herausforderungen für Energiewirtschaft und Wissenschaft, die nun durch gezielte Förderung im SINTEG-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gebündelt und forciert werden sollen.

SINTEG hat sich die experimentelle Entwicklung sicherer, effizienter und klimafreundlicher Energieversorgung mit hohem Anteil erneuerbarer Energie zum Ziel gesetzt. Es geht um die systemische Integration der unzähligen dezentralen Erzeugungseinheiten erneuerbarer Energie und um massengeschäftstaugliche Musterlösungen für die Bewältigung der technischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen in großflächigen Modellregionen.

„Designetz   Baukasten Energiewende, von Einzellösungen zum effizienten System der Zukunft“ ist nun zusammen mit vier weiteren Bewerbern vom BMWi für das Förderprogramm ausgewählt worden. Damit hat Designetz gute Chancen auf Fördermittel des Bundes in Millionenhöhe. Designetz wird in den drei Bundesländern Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Das Saarland hat bereits vor SINTEG mit der Landesinitiative Energieinnovation Saar (LIESA) erste Weichen für die Entwicklung von Energieinnovationen gestellt.

Die VSE bearbeitet zusammen mit Stadtwerke Saarlouis, VOLTARIS, Hager, der htw saar und weiteren Industrie- und Forschungspartnern netztechnische und energie-wirtschaftliche Fragestellungen im Arbeitspaket „Netzbetrieb und Systemdienstleistungen“. Konkret geht es um die Integration, Erprobung und Weiterentwicklung innovativer Technologien in Mittel- und Niederspannungsnetzen. Mit neuen Technologien und Systemen sollen die Netze für die immer weiter zunehmende Einspeisung von Strom aus Wind und Sonne fit gemacht werden.

Das Arbeitspaket „IKT-Baukasten und integrierte Daten- und Diensteplattform“ wird von Scheer und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, DFKI, geleitet und u. a. zusammen mit der Universität des Saarlandes und den saarländischen Unternehmen IS Predict, Sirrix und Backes SRT umgesetzt. Die im Saarland gewonnenen Erkenntnisse und Entwicklungen werden in Designetz mit weiteren Themengebieten der Energiewende, z. B. der Frage nach verfügbaren Flexibilitäten in der Stromerzeugung oder notwendigen Datenaustauschen, zusammengeführt und integriert bearbeitet.