Bewertung der Innovationsfähigkeit von Zulieferern

26. Februar 2016


Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Unternehmen die Innovationsfähigkeit von Zulieferbetrieben beurteilen können. Die Zulieferer erhalten dadurch wichtige Informationen über ihr Innovationspotenzial in Gestaltungsfeldern wie "Innovationskultur und Strategie", "Kompetenz und Wissen" oder "Prozess- und Projektmanagement". Das Bewertungsinstrument wird bereits erfolgreich im Rahmen des Supplier Innovation Awards der Deutschen Bahn AG eingesetzt, mit dem das Unternehmen besonders innovative Zulieferer für deren Leistungen auszeichnet. DB-Lieferanten können sich noch bis zum 10. März 2016 für den Innovationspreis bewerben.

 

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen jederzeit innovationsfähig sein und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Während sie selbst positiv auf eigene Innovationen einwirken oder ihre internen Prozesse optimieren können, haben sie meist keinerlei Kenntnis von und Einfluss auf die Innovationsfähigkeit ihrer Zulieferer. Dabei hängt die Qualität von Produkten und Dienstleistungen oft entscheidend von Zulieferbetrieben ab, was Unternehmen ein Stück weit von diesen abhängig machen kann.

 

Das Fraunhofer ISI hat in diesem Zusammenhang ein Bewertungsinstrument entwickelt, das es Unternehmen erlaubt, die Innovationsfähigkeit ihrer Zulieferer zu ermitteln und umfassend zu beurteilen. Darüber hinaus erlaubt das Verfahren auch eine kontinuierliche Bewertung von Zulieferern und zeigt diesen Möglichkeiten zum Ausbau und zur besseren Ausschöpfung des vorhandenen Innovationspotenzials auf. Die Zulieferunternehmen bekommen dadurch Kenntnis davon, wie innovationsfähig sie sind und wo sie sich noch verbessern müssen – gerade auch im Vergleich mit anderen Unternehmen.

 

Das Bewertungsinstrument greift auf Daten zurück, die bei einer zweijährlich stattfindenden Unternehmensbefragung ermittelt werden und basiert auf 60 Teilindikatoren. Aus diesen Teilindikatoren resultieren sieben wichtige Gestaltungsfelder, anhand derer die Zulieferbetriebe beurteilt werden: Neben "Innovationskultur und Strategie", "Kompetenz und Wissen" und "Technologie" zählen dazu auch die Bereiche "Produkt und Dienstleistungen", "Prozess- und Projektmanagement", "Netzwerke und Kooperation" sowie "Markt". Aus den Angaben der Unternehmen zu den sieben Gestaltungsfeldern resultiert schließlich ein Gesamtindikator, mit dem sich die aktuelle Innovationsfähigkeit der Zulieferer umfassend beurteilen lässt.

 

Weitere Informationen auf http://idw-online.de/de/news646141.