Automobilindustrie begrüßt EU-China Investitionsabkommen

30. Dezember 2020


Die EU und die Volksrepublik China haben den Abschluss der vor sieben Jahren begonnenen Verhandlungen zu einem Investitionsabkommen verkündet. Das Investitionsabkommen zwischen der Volksrepublik und der EU soll zu mehr Planungssicherheit und einfacherem Marktzugang für europäische Unternehmen in China beitragen. Zudem soll das Abkommen die weitere Annäherung der Wettbewerbsbedingungen zwischen diesen wichtigen Automobilmärkten fördern und Anreize für mehr Handel und Investitionen zwischen China und der EU bieten.


Für die Automobilindustrie besonders relevante Passagen sind die Aufhebung von Joint-Venture-Anforderungen, inklusive eines vollständigen Verzichtes bis 2022. Bei Fahrzeugen mit Verbrennerantrieb entfallen Anforderungen an Forschungs- und Entwicklungsziele. Bei einer Ratifikation des Abkommens bestünde ein uneingeschränkter Marktzugang für Elektroautos, allerdings erst  bei Neuinvestitionen von über einer Milliarde US-Dollar. Zudem steht eine Vereinfachung der wirtschaftlichen Bedarfsprüfung für „Greenfield-Investitionen“ bei Wasserstoffantrieben oder Hybriden (PHEVs) in Aussicht.

„Der chinesische Markt gewinnt für die deutsche und saarländische Fahrzeugindustrie seit Jahren an Bedeutung. Ein Investitionsabkommen zwischen China und der EU ist auch aus Sicht unserer Unternehmen zu begrüßen“, sagt automotive.saarland-Leiter Dr. Pascal Strobel. „Wir werden den Weg einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen saarländischen und chinesischen Akteuren fortsetzen. 2019 waren wir State of Honor der CSTIF in Shanghai, seit 2020 sind wir Kooperationspartner des Deutsch-Chinesischen Automobilkongresses und mit SVOLT kommt ein zukunftsträchtiger chinesischer Konzern ins Land. Um das Potenzial auf dem chinesischen Markt noch besser heben zu können, werden wir im ersten Quartal 2021 zudem das Kompendium Autoland Saarland in Chinesisch veröffentlichen“.

 
Meldung: VDA / automotive.saarland