Arbeitskosten im Saarland geringer als auf Bundesebene

28. Juli 2014


Die Arbeitskosten für Vollzeitbeschäftigte in saarländischen Betrieben des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereiches beliefen sich im Jahr 2012 auf durchschnittlich 30,36 Euro je Stunde. Wie das Statistische Amt des Saarlandes mitteilt, lag der Wert um 1,58 Euro oder 4,9 Prozent unterhalb des Durchschnittes der westlichen Bundesländer und um 34 Cent oder 1,1 Prozent unterhalb des gesamtdeutschen Wertes.

Im Vergleich zur vorangegangenen Erhebung für das Jahr 2008 sind die Arbeitskosten an der Saar um 9,4 Prozent angestiegen. Bundesweit fiel der Anstieg mit 9,3 % etwas geringer aus.

Zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen konnten große Unterschiede in der Höhe der Arbeitskosten beobachtet werden. Während die Arbeitgeber im saarländischen Gastgewerbe für eine Vollzeitkraft durchschnittlich mit 14,29 Euro kalkulieren mussten, waren es im Bereich der Energieversorgung mit 45,57 Euro gut dreimal so viel.

Über das gesamte Jahr 2012 betrachtet bezifferten sich die Arbeitskosten im Saarland auf durchschnittlich 51 567 Euro je Vollzeitkraft. Gut drei Viertel (75,7 %) des Gesamtbetrages, das entspricht 39 058 Euro, entfielen auf die Bruttolöhne und -gehälter. Den Rest, 12 509 Euro, stellen die Lohnnebenkosten dar. Hierbei handelt es sich überwiegend um Sozialbeiträge, die zusätzlich zu den Arbeitnehmerbeiträgen oder auch ausschließlich von den Arbeitgebern entrichtet werden (12 144 Euro). Darüber hinaus fallen Lohnnebenkosten für die berufliche Aus- und Weiterbildung, die Suche und Einstellung von Arbeitskräften, Ausgleichsabgaben nach dem Schwerbehindertengesetz, Kosten für Berufskleidung und sonstiges an. Von den Lohnnebenkosten waren 78,3 Prozent (9 799 Euro) gesetzlich bestimmt.

Quelle: www.saarland.de