Hochkarätiges Kuratorium für IT-Inkubator der Saar-Uni

27. November 2017


Der IT-Inkubator an der Universität des Saarlandes hat seinen Aufsichtsrat prominent besetzt. Neben Vertretern aus der saarländischen Informatik und Politik unterstützen nun auch Experten aus der internationalen Gründer-Gemeinde die Inkubationsmanager. Darunter ist neben Professor August-Wilhelm Scheer auch einer der „deutschen Stars im Silicon Valley“. Der IT-Inkubator wurde von der Saar-Uni und der Max-Planck-Gesellschaft gegründet und hat seine operative Tätigkeit im Herbst 2014 aufgenommen. Er soll Forschungsergebnisse aus der Informatik an der Saar-Uni und der Max-Planck-Gesellschaft vermarktungsreif machen, damit daraus Produkte und Unternehmen in der Region entstehen.

 

„Im IT-Inkubator identifizieren wir Forschungsergebnisse mit hohem Marktpotenzial. Da diese meist in einem sehr frühen Stadium sind, entwickeln wir sie marktorientiert weiter und suchen nach einem attraktiven Geschäftsmodell, so dass sie entweder die Basis für die Gründung eines Start-ups bilden oder an etablierte Unternehmen lizenziert werden können“, erklärt Axel Koch, Geschäftsführer des IT-Inkubators. Man habe schon seit längerem die Idee verfolgt, ein sogenanntes „Board“ einzurichten, das die Ausrichtung und Aktivitäten des IT-Inkubators hinterfragt, so Koch. Er erklärt: „Nach drei Jahren operativer Tätigkeit haben unsere Inkubationsmanager nun auch die Erfahrungswerte, um mit solch einem Board in den Dialog zu treten.“

 

Zu dem achtköpfigen Direktorium gehören als Vertreter der Forschung die Professoren Hans-Peter Seidel und Philipp Slusallek. Professor Seidel ist seit 1999 Direktor am Saarbrücker Max-Planck-Institut für Informatik. Im Jahr 2003 erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis, der als wichtigster und höchstdotierter Forschungsförderpreis in Deutschland gilt. Professor Slusallek ist wissenschaftlicher Direktor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

 

Die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft schlägt Professor August-Wilhelm Scheer, der vor wenigen Tagen in die Hall of Fame der Deutschen Forschung aufgenommen wurde. Damit steht Scheer in einer Reihe mit bis dato 20 Laureaten, unter ihnen neun Nobel-Preisträger. International bekannt wurde Scheer insbesondere mit seiner Aris-Methode und der entsprechenden Software für Geschäftsprozess-management. Weiteres Mitglied ist der SIRRIX-Gründer und jetzige Geschäftsführer der Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH Ammar Alkassar – einer der wichtigsten deutschen Unternehmer im Bereich IT-Sicherheit.

 

Gründer-Erfahrung bringen auch Andy Goldstein und Thomas Arend mit. Der ehemalige erfolgreiche Seriengründer Goldstein leitet derzeit in München die Social Entrepreneurship Akademie und das Gründerzentrum der Ludwig-Maximilians-Universität. Thomas Arend, Geschäftsführer und Mitgründer der Lernpartner-Video-Plattform „Savvy“, hat bereits im US-amerikanischen San Francisco im sogenannten Silicon Valley als Produktchef beim Unterkunfts-Vermittler airbnb gearbeitet. Zuvor hatte er Stellen in den Softwarekonzernen Google, Mozilla und beim Kurznachrichtendienst Twitter inne. Das Nachrichten-Magazin „Focus“ betitelt den Saarländer daher als einen der „deutschen Stars im Silicon Valley“.

 

Eine starke Verbindung zu der Investorenlandschaft stellt Dirk Middelhoff dar, der als Managing Partner des Beratungsunternehmens „Clairfield International GmbH“ seine Expertise zu Unternehmensfinanzierung einbringt. Die Politik vertritt Susanne Reichrath, die Beauftrage der Ministerpräsidentin für Wissenschaft, Hochschulen und Technologie.

 

(Quelle: http://idw-online.de/de/news684744)