Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz: neue Grenzwerte für Chemikalien

10. März 2017


Die Europäische Kommission hat soeben Richtgrenzwerte für 31 Stoffe gesetzt, mit denen die Belastung mit gefährlichen Chemikalien am Arbeitsplatz weiter begrenzt werden soll. Die Mitgliedstaaten sind nun aufgerufen, basierend darauf nationale Grenzwerte zu beschließen. Die Richtwerte beruhen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, zudem wurden dazu Experten aus den EU-Staaten und die Sozialpartner konsultiert. Mit den neuen Richtgrenzwerten stellt die Kommission einen Referenzrahmen zur Verfügung, anhand dessen sich Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Behörden orientieren können.

 

Unter den 31 neuen Richtgrenzwerten befinden sich 25 für neue Stoffe und 6 für Stoffe, deren Grenzwerte aktualisiert wurden. Da es sich um Richtwerte handelt, haben sie hierbei einen gewissen Ermessensspielraum. Für Arbeitgeber und nationale Behörden sind mit den heute verabschiedeten Richtgrenzwerten keine direkten zusätzlichen Vorschriften verbunden. Die Richtgrenzwerte stellen jedoch eine wichtige Orientierungshilfe für Arbeitgeber und nationale Behörden dar, um ihren Verpflichtungen unter der Richtlinie über chemische Arbeitsstoffe nachzukommen. Die Änderungen der Grenzwerte für Chemikalien am Arbeitsplatz fügen sich in die laufenden Arbeiten der Kommission zur Errichtung einer europäischen Säule sozialer Rechte ein.

 

Ziel ist es, das EU-Recht an die sich ändernden Beschäftigungsmodelle und gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen. Etwa 160.000 Menschen sterben in Europa jährlich an arbeitsbedingten Krankheiten.

 

Weitere Informationen finden auf http://ec.europa.eu/germany/news/gesundheitsschutz-am-arbeitsplatz-kommission-setzt-richtgrenzwerte-f%C3%BCr-31-gesundheitssch%C3%A4dliche_de.