Gecomer®-Technologie beweist Beständigkeit im Langzeittest

19. Juni 2017


Forscher des des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien konnten zeigen, dass ihre Haftstrukturen auch nach 500.000 Testzyklen noch verlässlich arbeiten. Damit ist der nächste Schritt in die industrielle Anwendung vollzogen.

 

Komponenten mit hochempfindlichen Oberflächen sind typische Produkte der Automobil-, Halbleiter- und Displaytechnologie. Während des Produktionsprozesses werden solche Teile in vielen Verfahrensschritten hin- und hertransportiert. Die Gecomer®-Technologie reduziert das Risiko von Beschädigungen oder anhaftenden Rückständen während dieses Transports. Nun konnten die Forscher des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien zeigen, dass ihre Haftstrukturen auch nach 500.000 Testzyklen noch verlässlich arbeiten. Damit ist der nächste Schritt in die industrielle Anwendung vollzogen.

 

„Künstlich hergestellte, mikroskopische Säulen, sogenannte Gecko-Strukturen, können über rein physikalische Wechselwirkungen an Objekten haften. Durch mechanische Manipulation der Strukturen lässt sich die Haftung an- und abschalten. Damit können Objekte schnell und sehr genau angehoben und abgelegt werden“, erklärt Karsten Moh vom Programmbereich Funktionelle Mikrostrukturen. „Unsere neuen Materialien ermöglichen nun auch das Transportieren schwerer, empfindlicher und sehr kleiner Objekte“, meint Moh. Auch im Vakuum sei die Anwendung möglich. „Mit den neu entwickelten Haftsystemen lassen sich Adhäsionskräfte von rund acht Newton pro Quadratzentimeter verwirklichen. In unseren Testläufen hat sich das System auch nach 500.000 Durchläufen immer noch bewährt“, meint der Upscaling-Experte Moh. Damit sei das System nun auch für den Einsatz in industriellen Anwendungen geeignet. Auch leicht raue Oberflächen können mittlerweile zuverlässig gehandhabt werden.

(Quelle:http://idw-online.de/de/news672850)

 

 

Bildunterschrift:
Versuchsanlage für Langzeittests der Gecomer®-Strukturen (Quelle: Ollmann)